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Zu Ende ist alles erst am Schluss
Zu Ende ist alles erst am Schluss
© Neue Visionen

Kritik: Zu Ende ist alles erst am Schluss (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Vor allem in seiner Heimat Frankreich gilt David Foenkinos dank seiner zahlreichen Romane als einer der populärsten Bestsellerautoren. Bereits 2011 konnte er jedoch auch im Kino einen beachtlichen Erfolg feiern, als er gemeinsam mit seinem Bruder Stéphane den eigenen Roman "Nathalie küsst" mit Audrey Tautou in der Titelrolle verfilmte. Für die Verfilmung seines Verkaufsschlagers "Zu Ende ist alles erst am Schluss" hat Foenkinos nun das Drehbuch verfasst, während der in erster Linie als Schauspieler bekannte Jean-Paul Rouve die Regie übernommen hat.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein mit "Nathalie küsst" durchaus vergleichbares Erlebnis: Recht zurückhaltend, leichtfüßig und mit einem nachdenklichen Ton erzählen die Filmemacher von drei Familiengenerationen, die alle mit ihren ganz individuellen Problemen zu kämpfen haben. Die sanft zwischen Komik und Tragik pendelnde Handlung wird dabei von den guten, aber keineswegs herausragenden Leistungen der Darsteller getragen. Besonders Mathieu Spinosi als Romain und die belgische Schauspielerin Annie Cordy überzeugen aber mit ihren Auftritten, während einige extra für die Spielfilmversion erfundene Nebenfiguren das reichlich sentimentale Geschehen auf der Leinwand auflockern.

Das tut dem Film gut, der ansonsten recht formelhaft und routiniert von unterschiedlichen Lebensstationen erzählt und wenig bietet, was man nicht auch schon in den zahllosen anderen französischen Komödien der letzten Jahre gesehen hätte. Zwischen Mainstream und Arthouse-Kino, bisweilen recht makaberem Humor und einer lebensbejahenden Botschaft steht "Zu Ende ist alles erst am Schluss" so für ein gemütliches Mittelmaß, das nicht viel wagt und sich wohl vor allem an ein älteres Publikum richten dürfte.

Fazit: Diese sentimentale Familiengeschichte kann dank guter Hauptdarsteller durchaus unterhalten, wegen der allzu formelhaften Inszenierung hinterlässt der Film allerdings keinen bleibenden Eindruck.




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