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Duff - Hast Du keine, bist Du eine
Duff - Hast Du keine, bist Du eine
© Capelight Pictures

Kritik: Duff - Hast Du keine, bist Du eine (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Geschichte vom hässlichen Entlein, das sich in einen Schwan verwandelt, respektive vom Aschenputtel, das am Ende den Prinzen abbekommt, liegt gefühlt jeder zweiten Komödie über amerikanische Schulen zugrunde. Hier bietet auch "DUFF – Hast du keine, bist du eine" keine großen Überraschungen. Wer hier am Ende wen bekommt, ist recht früh vorhersehbar. Die Art und Weise, wie Regisseur Ari Sandel das Altbekannte inszeniert, kann sich jedoch durchaus sehen lassen.

"DUFF" ist ein Highschool-Märchen des 21. Jahrhunderts, seine Protagonistin Bianca (Mae Whitman) ein Aschenputtel in Zeiten von Facebook, Twitter und Instagram. Ari Sandel setzt das auch visuell um, wenn er etwa bei der Einführung neuer Charaktere die Benutzeroberflächen sozialer Netzwerke auf die große Leinwand überträgt. Als sich später ein peinliches Video von Bianca unter den Schülern wie ein Lauffeuer verbreitet, zeichnet Sandel dessen Weg von Smartphone zu Smartphone durch bunte, aufpoppende Balken nach und zeigt: Zum Gespött einer ganzen Schule zu werden, ging noch nie so schnell und so einfach. Eine Freundschaft muss heutzutage selbstredend nicht nur mündlich, sondern auch auf allerlei Internetplattformen gekündigt werden. Das wirkt zwar ab und an bemüht, die meiste Zeit jedoch karikiert "DUFF" den Zeitgeist treffend.

Trotz der vorhersehbaren Handlung, die in den üblichen dramaturgischen Bahnen verläuft, überzeugt Ari Sandels Komödie auf weiten Strecken. Das liegt neben den originellen visuellen Einfällen und den flotten Sprüchen mit gelungenen Pointen in erster Linie an Mae Whitman. Sie gibt Bianca ebenso schlagfertig wie verletzlich. Obwohl Whitman in diesem Jahr bereits ihren 27. Geburtstag feierte, nimmt man ihr die Schülerin jederzeit ab. Eine Schülerin, die trotz ihres Wunsches, das Dasein als hässliches Anhängsel hinter sich zu lassen, dann doch ihre Individualität bewahrt. Alleine das ist in einer amerikanischen Highschool-Komödie schon viel wert.

Fazit: Highschool-Komödie, die inhaltlich zwar in vorhersehbaren Bahnen verläuft, jedoch mit visuellen Einfällen, einem (in Maßen) unangepassten Ende und einer sympathischen Hauptdarstellerin punktet.





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