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Let Us Prey (2014)

Britisch-irischer Horrorfilm: In einer abgelegenen Polizeistation in der schottischen Provinz haben selbst die Polizisten mächtig Dreck am Stecken. Als ein Unbekannter auf der Bildfläche erscheint, droht die Hölle auf Erden auszubrechen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Der erste Arbeitstag der jungen Polizistin Rachel (Pollyanna McIntosh) fängt nicht gut an. Auf dem Weg zur Nachtschicht in einer einsamen Polizeistation in einem abgelegenen Ort in Schottland wird sie Zeuge eines Autounfalls, bei dem die angefahrene Person plötzlich verschwunden ist. In der kleinen Station angekommen, wird Rachel von ihren neuen Kollegen gemobbt. Plötzlich betritt das vermeintliche Unfallopfer (Liam Cunningham) die Polizeistation und lässt sich ohne triftigen Grund in eine Zelle einsperren. Der zunehmend diabolisch wirkende Fremde scheint die Gedanken der Anwesenden zu kennen und direkt beeinflussen zu können. Nach allen Seiten hin tun sich immer tiefere Abgründe auf und die Situation droht auf eine fatale Eskalation zuzusteuern.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Dem irischen Filmemacher Brian O'Malley gelingt in seinem Debütfilm "Let Us Prey" das Kunststück mit geringen Mitteln eine große Wirkung zu entfalten. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der klaustrophobischen Enge der abgelegenen Polizeistation. Die bedrückende Stimmung wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass es die ganze Zeit über Nacht ist. Draußen herrscht völlige Finsternis und auch innen dominieren tiefschwarze Schatten. Diese visuelle Gestaltung trägt dazu bei, dass die Stimmung in dieser Polizeistation viel von einem Film noir hat. Dieses Noir-Flair wird im Verlaufe der Handlung zusehends von einer Atmosphäre des übernatürlichen Horrors überlagert.

In der Gegenwart regiert immer stärker ein diabolischer Einfluss. Zugleich werden diverse düstere Kapitel im Leben der anwesenden Personen beleuchtet. So verbinden sich auf gelungene Weise Elemente des Horror-Thrillers mit der Entschlüsselung von Verbrechen, wie sie für einen Crime-Thriller typisch sind. Deshalb kann man sagen, dass es sich bei "Let Us Prey" um einen kleinen Bruder im Geiste von Alan Parkers meisterlichen Horror-Noir "Angel Heart" (1987) handelt. Doch ist "Let Us Prey" trotz seiner Stilisierung kein kunstvoller Thriller, sondern ein kleiner dreckiger Schocker.

Zwar ist der Handlungsverlauf in seinen groben Zügen schnell absehbar. Aber zu sehen, mit welcher Wucht sich der völlig entfesselte Wahnsinn am Ende seine Bahn bricht, ist reine Genrefilmfreude. Das große Finale verdeutlicht auch, dass "Let Us Prey" in einer rein filmischen Parallelwelt angesiedelt ist. Da ist es überflüssig auf die zahlreichen Unglaubwürdigkeiten hinzuweisen. Das Ergebnis ist ein fieser filmischer Faustschlag in die Magengrube, der sich definitiv zur dunklen Seite der Macht bekennt

Fazit: "Let Us Prey" ist ein kleiner gemeiner übersinnlicher Horrorfilm mit einem kräftigen Noir-Anstrich, der äußerst brutal und zugleich sehr unterhaltsam ist.




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Land: Großbritannien, Irland
Jahr: 2014
Genre: Horror
Länge: 88 Minuten
Kinostart: Unbekannt
Regie: Brian O'Malley
Darsteller: Liam Cunningham als Six, Pollyanna McIntosh als PC. Rachel Heggie, Bryan Larkin als PC. Jack Warnock
Verleih: Alamode Film, Drop-Out Cinema eG

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