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Love, Theft and Other Entanglements
Love, Theft and Other Entanglements
© Palcine Productions

Kritik: Love, Theft and Other Entanglements (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der bei der 65. Berlinale 2015 in der Panorama-Sektion gezeigte palästinensiche Film mit dem internationalen Titel "Love, Theft and other Entanglements" war ein echter Geheimtipp dieses Filmfestivals. Die kleine Indie-Produktion begeistert mit ihrer Kreativität und ihrem frischen Esprit. Man sieht der in Schwarzweiß gedrehten Low-Budget-Produktion einfach an, dass hier alle Beteiligten mit großem Engagement und Spaß bei der Sache waren: Der Film hat ein sehr durchdachtes und wendungsreiches Drehbuch und tolle Darsteller. Die sorgfältig komponierten Schwarzweiß-Bilder sind zugleich schlicht und von großer Ausdrucksstärke. Der von den frühen Filmen von Jean-Luc Godard und Jim Jamusch beeinflusste wunderbar leichtfüssige Film gewinnt zusätzlich an Charme durch seinen sehr atmosphärischen und originellen Jazz-lastigen Score.

Der Film beweist zudem, dass man sich auch auf sehr unterhaltsame Weise mit dem Nahostkonflikt befassen kann. Das komplett palästinensische Team musste sich bei der Verwirklichung von "Love, Theft and other Entanglements" mit vielen Hindernissen herumschlagen, so mit potentiell extrem gefährlichen Drehs in israelisch kontrollierten Grenzgebieten ohne Drehgenehmigung. Unter solchen Umständen verwundert es nicht, dass die Macher auf so lächerliche Dinge, wie politische Korrektheit - dankenswerter Weise - gleich ganz verzichtet haben.

Fazit: "Love, Theft and other Entanglements" zeigt, dass man den Nahostkonflikt auch auf äußerst flotte und unterhaltsame Weise behanden kann. Mehr davon!




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