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Ich bin Dein (2013)

Jeg er din

Norwegisches Drama: Eine junge Mutter such verzweifelt nach der großen Liebe und sich selbst.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Mina lebt als alleinerziehende Mutter mit ihrem 6-jährigen Sohn Felix in Oslo. Eigentlich ist die junge Frau Schauspielerin, aber zur Zeit ist sie wieder einmal ohne Arbeit, ein Umstand, der auch ihre Eltern besorgt. Minas pakistanisch-stämmige Familie wünscht sich ein geordnetes und traditionelles Leben für die Tochter, vor allem die Mutter kann ihr nicht verzeihen, dass die Ehe mit einem erfolgreichen Architekten gescheitert ist. Mina leidet unter dem Druck, den ihre Eltern auf sie ausüben, und sehnt sich gleichzeitig nach einem Mann, der sie von ihrer Einsamkeit erlöst. Sie lässt sich mit vielen Männern ein, doch etwas Festes entsteht aus keiner der Affären. Das ändert sich, als sie eines Tages auf den schwedischen Filmemacher Jesper trifft, mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht und eine Beziehung beginnt. Doch nach der ersten Verliebtheit und einigen wilden Nächten, wird der Alltag der beiden immer problematischer, worunter auch der kleine Felix zu leiden hat.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Beruhend auf eigenen Erlebnissen und Erfahrungen hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Iram Haq das Drama "Ich bin Dein" inszeniert. Ursprünglich hatte sie die Geschichte als Komödie geplant und vor allem in der ersten Hälfte erweist sich ihr Film immer wieder als durchaus leichtfüßig und humorvoll. Doch von Anfang an schwingen auch ernste, dunklere Töne mit, die sich nach und nach verstärken sollen.

"Ich bin Dein" funktioniert vor allem als psychologisches Porträt einer jungen Frau, die an den eigenen Ansprüchen ebenso wie an denen ihrer Umwelt scheitert. Die Kamera ist dabei immer ganz nah an der Hauptdarstellerin Amrita Acharia, die mal mit subtilen Gesten und Blicken, mal mit wahren Gefühlsausbrüchen Einblicke in das Seelenleben ihrer Figur gewährt. Die junge Schauspielerin, die auch schon in der Erfolgsserien "Game of Thrones" mitgespielt hat, meistert ihre fordernde Rolle mit Bravour und trägt den Film mit ihrer glaubwürdigen Performance souverän.

Die Nebenfiguren wie Minas Mutter oder ihr neuer Freund Jesper schwächeln im direkten Vergleich nicht bloß, weil ihnen weniger Aufmerksamkeit zuteil wird, sondern auch weil diese Rollen teils die Grenze zur Karikatur überschreiten. Allzu drastisch und klischeehaft erzählt die Autorin Iram Haq bisweilen vom rauen Umfeld Minas und ihrer daraus resultierenden Verzweiflung und raubt dem Drama so etwas von seiner Kraft. Dennoch vermag "Ich bin Dein" im Großen und Ganzen zu überzeugen und beeindruckt mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin genau wie mit seiner vorurteilsfreien Haltung.

Fazit: Die anfangs noch recht leichtfüßige Geschichte geht rasch in ein bewegendes und ernstes Drama über. Das ist vor allem dank der Hauptdarstellerin Amrita Acharia sehenswert, die die Protagonistin nuancenreich sowie glaubwürdig porträtiert.




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Land: Norwegen
Jahr: 2013
Genre: Drama
Länge: 100 Minuten
Kinostart: 26.03.2015
Regie: Iram Haq
Darsteller: Amrita Acharia als Mina, Ola Rapace als Jesper, Prince Singh als Felix
Verleih: Kulturprojektor

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