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Ich bin Dein
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© Film Movement / RAM Releasing

Kritik: Ich bin Dein (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Beruhend auf eigenen Erlebnissen und Erfahrungen hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Iram Haq das Drama "Ich bin Dein" inszeniert. Ursprünglich hatte sie die Geschichte als Komödie geplant und vor allem in der ersten Hälfte erweist sich ihr Film immer wieder als durchaus leichtfüßig und humorvoll. Doch von Anfang an schwingen auch ernste, dunklere Töne mit, die sich nach und nach verstärken sollen.

"Ich bin Dein" funktioniert vor allem als psychologisches Porträt einer jungen Frau, die an den eigenen Ansprüchen ebenso wie an denen ihrer Umwelt scheitert. Die Kamera ist dabei immer ganz nah an der Hauptdarstellerin Amrita Acharia, die mal mit subtilen Gesten und Blicken, mal mit wahren Gefühlsausbrüchen Einblicke in das Seelenleben ihrer Figur gewährt. Die junge Schauspielerin, die auch schon in der Erfolgsserien "Game of Thrones" mitgespielt hat, meistert ihre fordernde Rolle mit Bravour und trägt den Film mit ihrer glaubwürdigen Performance souverän.

Die Nebenfiguren wie Minas Mutter oder ihr neuer Freund Jesper schwächeln im direkten Vergleich nicht bloß, weil ihnen weniger Aufmerksamkeit zuteil wird, sondern auch weil diese Rollen teils die Grenze zur Karikatur überschreiten. Allzu drastisch und klischeehaft erzählt die Autorin Iram Haq bisweilen vom rauen Umfeld Minas und ihrer daraus resultierenden Verzweiflung und raubt dem Drama so etwas von seiner Kraft. Dennoch vermag "Ich bin Dein" im Großen und Ganzen zu überzeugen und beeindruckt mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin genau wie mit seiner vorurteilsfreien Haltung.

Fazit: Die anfangs noch recht leichtfüßige Geschichte geht rasch in ein bewegendes und ernstes Drama über. Das ist vor allem dank der Hauptdarstellerin Amrita Acharia sehenswert, die die Protagonistin nuancenreich sowie glaubwürdig porträtiert.




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