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Camino de Santiago
Camino de Santiago
© farbfilm verleih © MB Productions Ltd

Camino de Santiago (2015)

Dokumentarfilm über den weltberühmten Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Jedes Jahr im Sommer machen sich tausende von Menschen aus der ganzen Welt auf, um durch halb Europa zu wandern. Ihr Weg ist der Camino de Santiago, ein alter Pilgerweg, der zum Grab des Apostels Jakobus im galizischen Santiago de Compostela führt. Die anstrengende Pilgerreise führt über abgelegene Feldwege und stille Wälder, über weite Wiesenlandschaften und vorbei an zahllosen verschlafene Ortschaften in Frankreich und Spanien. Nicht nur gläubige Christen beschreiten diesen einmaligen Weg, auch Menschen, die eine Auszeit vom modernen Arbeitsleben brauchen oder auf der Suche nach sich selbst sind, nehmen die Strapazen auf sich. Denn am Wegesrand des legendäre Camino de Santiago erwarten die Pilger einzigartige Erlebnisse, spannende Begegnungen und manchmal auch so etwas wie Erleuchtung.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Nach dem Dokumentarfilm "Panamericana – Das Leben auf der längsten Straße der Welt" (2010) widmet sich der Produzent, Regisseur und Kameramann Jonas Frei nun gemeinsam mit seinem Ko-Regisseur Manuel Schweizer erneut einer außergewöhnlichen Wegstrecke. "Camino de Santiago" beginnt dabei durchaus stimmungsvoll mit einem Kameraflug über ein idyllisches Bergtal, durch das einige Wanderer ziehen. Doch dann stürzt der Film rasch ab und macht genau dort weiter, wo auch schon der Vorgängerfilm gescheitert ist.

Wie in "Panamericana" begibt sich das Filmteam hier auf eine Reise und spricht immer wieder Menschen am Wegesrand an. Die Gespräche mit den Pilgern aus der Schweiz, Deutschland, Südkorea und den USA bleiben dabei allerdings immer sehr oberflächlich und allgemein. Mehr als ein paar Floskeln entlocken Frei und Schweizer ihren Protagonisten nie und nachdem diese ein, zwei Sätze sagen durften, verschwinden sich auch schon wieder aus dem Film und "Camino de Santiago" springt weiter. Die Herbergsleiter, die die Pilger aufnehmen, scheinen es besser zu wissen als die Filmemacher: Sie würden die Pilger niemals ausfragen, sondern warten, bis diese von sich aus ihre Geschichten erzählen.

Durch den fehlenden Tiefgang und das mangelnde Interesse an den einzelnen Pilgern beginnt der Dokumentarfilm schnell zu langweilen und dreht sich ziellos im Kreis. Die immer gleichen Naturaufnahmen und Postkartenmotive werden von einem kitschig-volkstümlichen Soundtrack untermalt, dann darf ein neuer Unbekannter seine Phrase in die Kamera sprechen. Etwas unmotiviert versucht sich die Kamera immer wieder an Flügen, um die visuelle Monotonie des Wanderns aufzubrechen – auch wenn es nur über einen holprigen Feldweg ist.

Fazit: Der Dokumentarfilm über den Jakobsweg bleibt zu oberflächlich und hat außer ein paar netten Naturaufnahmen nichts zu bieten, was ins Kino locken würde.




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Land: Schweiz
Jahr: 2015
Genre: Dokumentation
Länge: 82 Minuten
Kinostart: 04.06.2015
Regie: Jonas Frei, Manuel Schweizer
Verleih: farbfilm verleih

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