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Schattenwald (2015)

Mysteryfilm aus Deutschland: In einem bayerischen Dorf wird eine junge Frau mit ihrer düsteren Vergangenheit konfrontiert.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
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Gerade erst hat sich Julika einen Namen als Songschreiberin gemacht und zwei Hits für die Popsängerin Sheliza geschrieben, da leidet die junge Frau plötzlich an einer Schreibblockade. Um mal wieder rauszukommen und neue Inspiration zu finden, beschließt sie München für ein paar Tage zu verlassen und macht sich gemeinsam mit ihrem Freund Martin auf in das Ferienhaus ihres Vaters. Das liegt in einem verschlafenen, kleinen Nest irgendwo in Bayern, wo sich Julika Ruhe und Entspannung erhofft. Doch bald nach der Ankunft zieht sich Martin beim Holzhacken eine Verletzung am Bein zu und es kommt zu einem folgenschweren Streit zwischen dem jungen Paar, der Martin dazu veranlasst, vorzeitig nach München zurückzukehren. Völlig auf sich allein gestellt nimmt Julika bald mit den Dorfbewohnern Kontakt auf, die zwar freundlich zu ihr sind, aber zugleich etwas vor ihr zu verbergen scheinen. Die Songschreiberin gerät immer tiefer in einen Strudel aus mysteriösen Ereignissen und wird zudem von schlimmen Alpträumen geplagt. Schließlich muss sie erkennen, dass sie sich erst ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss, bevor sie Frieden finden kann.

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Dass zeitgenössisches Genrekino aus Deutschland im Allgemeinen nicht den besten Ruf genießt, daran konnten auch erfolgreiche und ambitionierte Produktionen wie Tim Fehlbaums Endzeithorror "Hell" (2011) oder der Thriller "Stereo" (2014) mit Jürgen Vogel wenig ändern. Ein Film der wieder einmal zeigt, wie es nicht geht, ist hingegen der von Veronika Ferres koproduzierte Mysteryfilm "Schattenwald". Angefangen bei Josephine Ehlerts lausigem Drehbuch, das den Eindruck macht, Rosamunde Pilcher habe sich an einem Remake vom Nicole-Kidman-Grusel "The Others" (2001) versucht, über die uninspirierte Regie von Laura Thies' bis zu den peinlichen darstellerischen Leistungen stimmt hier einfach nichts.

Über zähe 88 Minuten streckt sich der naiv konstruierte und viel zu früh durchschaubare Plot um eine junge Frau, die mit der Welt der Geister in Kontakt tritt und klappert dabei allerlei müde Klischees ab, für die sich jeder zweitklassige Hollywoodfilm schämen müsste. Eine Atmosphäre für Zeit und Raum zu schaffen gelingt Thies' Inszenierung dabei zu keinem Zeitpunkt, Figuren und Schauplätze sind gleichermaßen flach und reizlos. Vor allem die auch für das Drehbuch verantwortliche Hauptdarstellerin Ehlert erweist sich als unverzeihlicher Schwachpunkt und macht das Anschauen des Films mit ihrem ausdruckslosen Spiel zu einer Qual.

Ab und zu mag man zu Beginn noch lachen über die hölzernen Darsteller, die dümmlichen Dialoge oder die hilflosen Versuche Gruselstimmung zu erzeugen. Selbst als trashige Unterhaltung kann "Schattenwald" auf Dauer allerdings nicht überzeugen, dafür ist der Film letzten Endes zu bieder und langweilig geraten.

Fazit: Dieser vollkommen missglückte Versuch eines deutschen Mysteryfilms ist weder gruselig noch unterhaltsam.




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Land: Deutschland
Jahr: 2015
Genre: Thriller, Mystery
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 12.03.2015
Regie: Laura Thies
Darsteller: Josephine Ehlert als Julika Stetten, Tim Bergmann als Georg, Gabriel Raab als Joshua Leutgeb

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