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Liebe auf den ersten Schlag
Liebe auf den ersten Schlag
© Nord-Ouest Films / Tiberius Film

Kritik: Liebe auf den ersten Schlag (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Mit seinem Spielfilmdebüt konnte der Regisseur und Drehbuchautor Thomas Cailley gleich einen großen Erfolg feiern. Beinahe eine halbe Million Zuschauer sahen den Film in seiner französischen Heimat, zudem konnte die Komödie drei Césars und den FIPRESCI-Preis in Cannes einheimsen. Und tatsächlich macht es Cailley dem Publikum nicht schwer, seinen Erstling zu mögen: "Liebe auf den ersten Schlag" ist ein unterhaltsamer Genremix, der Screwball, Coming-of-Age-Drama und ein wenig Action auf meist gelungene Weise verbindet.

Sehenswert ist die Produktion aber vor allem dank der beiden jungen Hauptdarsteller Adèle Haenel und Kévin Azaïs. Das Zusammenspiel der beiden Schauspieler ist ebenso nuanciert wie glaubwürdig und vor allem Haenel gelingen in ihrer Rolle immer wieder Momente von großer Komik. Dank ihrer mitreißenden Performance lässt sich über die Schwächen des Films hinwegsehen, der doch so manche Länge hat und bisweilen etwas holprig zwischen Stimmungen wechselt. Auch die bedeutungsschwangere Symbolik des Films dürfte wohl so manchem Zuschauer zu viel des Guten sein.

Mit seinem beschwingten, sinnvoll eingesetzten Elektro-Pop-Soundtrack sowie der kongenialen Bildgestaltung durch David Cailley, dem Bruder des Regisseurs, beweist "Liebe auf den ersten Schlag" hingegen ein gutes Gespür für Inszenierung. Es ist ein größtenteils wohl ausbalancierter und geschmackssicherer Film, der damit für ein Debüt bisweilen allerdings schon auf langweilige Art routiniert ist.

Fazit: Thomas Cailley ist ein stilsicheres Debüt gelungen, das vor allem dank der großartigen Hauptdarsteller überzeugen kann und dem man kleine Schwächen sowie eine allzu routinierte Inszenierung gerne verzeiht.




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