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Kritik: Paraíso (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Nach dem wunderbaren "Fünf Tage ohne Nora" (2008) meldet sich die mexikanische Filmemacherin Mariana Chenillo nun mit der Arthouse-Komödie "Paraíso" im deutschen Kino zurück. Und wie auch schon der Vorgänger besticht Chenillos neuestes Werk durch eine am US-amerikanischen Independentfilm geschulte Beiläufigkeit, die leichtfüßig über so manche narrativen Klischees hinwegfliegt.

Im Grunde genommen erzählt "Paraíso" nämlich keine besonders originelle oder überraschende Geschichte, aber es sind der Tonfall und die feinen Nuancen, die die romantische Komödie so besonders und sehenswert machen. Während der große Handlungsbogen rasch vorherzusehen ist, schlägt Chenillo im Detail so manche Harke und verleiht der Story damit Spontaneität und Lebendigkeit.

Unterstützt wird die lockere Inszenierung dabei von den starken Darstellern: Neben Andrés Almeida ("Y tu mamá también", 2001) und seiner verblüffenden optische Verwandlung im Verlauf der Handlung überzeugt besonders Daniela Rincón als Carmen. Ihre Performance erdet den Film und verleiht der Komödie in den richtigen Momenten dramatische Tiefe. Ihr ist es zudem zu verdanken, dass das Thema "Dicksein" in "Paraíso" nicht bloß zu einem visuellen Gag verkommt.

Fazit: Maria Chenellos erzählt in ihrer Arthouse-Komödie auf leichtfüßige Weise von Liebesdingen. Während der große Handlungsbogen von "Paraíso" zwar vorhersehbar und wenig originell ist, so überzeugt der Film doch durch lebendige Detail, feine Nuancen und eine lockere Inszenierung. Unterstützt wird die Regisseurin zudem von starken Darstellern, allen voran Daniela Rincón in der Hauptrolle.




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