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Peggy Guggenheim (2015)

Peggy Guggenheim: Art Addict

Dokumentarfilm: Die Filmemacherin Lisa Immordino Vreeland porträtiert die weltberühmte Kunstsammlerin und Galeristin Peggy Guggenheim.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Als Spross einer der wohlhabendsten Industriellenfamilien der USA kam Peggy Guggenheim 1898 auf die Welt und sollte fortan ein außergewöhnliches Leben leben. Bereits früh war ihre Existenz eng mit dem Zeitgeschehen verbunden: Ihr Vater Benjamin etwa kam beim Untergang der Titanic ums Leben, während Peggy selber mit Erreichen der Volljährigkeit und Erhalt ihres Erbes die Metropolen aufsuchte, die den Zeitgeist entscheidend prägen sollten. Nach einem Aufenthalt in New York und ersten Kontakten mit der dortigen Kunstszene, machte sich die Autodidaktin 1921 auf nach Europa und begann hier ihre einzigartige Kunstsammlung. In Paris kam die jüdische Amerikanerin schnell mit der dortigen Bohème in Kontakt und wurde eine Weggefährtin von Künstlern wie Max Ernst, Pablo Picasso, Man Ray, Marcel Duchamp oder Samuel Beckett. Ende der 1930er eröffnete Guggenheim in London schließlich ihre erste Galerie. Während die Sammlerin und Mäzenin zu dieser Zeit noch viel Häme für ihre Arbeit erdulden musste und von vielen Zeitgenossen belächelt wurde, waren diese Anfänge doch der Grundstein für ein außergewöhnliches Lebenswerk und eine Sammlung, die heute noch unzählige Menschen begeistert.

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Im Zentrum von Lisa Immordino Vreelands Dokumentarfilm steht ein sensationeller Fund: Denn im Keller einer Guggenheim-Biografin wurden Tonbandaufnahmen des letzten Interviews gefunden, das Peggy Guggenheim kurz vor ihrem Tod im Jahr 1979 gab. In diesem Gespräch blickt die zu diesem Zeitpunkt weltbekannte Kunstsammlerin, Galeristin und Mäzenin noch einmal auf ihr bewegtes Leben sowie ihre erstaunliche Karriere zurück und erlaubt zudem intime Einblicke in ihr Privatleben.

Einen ganzen Film kann so eine Tonaufnahme natürlich nicht tragen und so ergänzt die Regisseurin und Drehbuchautorin Vreeland ("Diana Vreeland: The Eye Has to Travel", 2011) das Interview mit Guggenheim um allerlei visuelle Medien sowie talking-head-Aufnahmen mit Weggefährten und Kunstkennern. Die schiere Masse an Bildmaterial, das von Privatfotos über Archivaufnahmen bis zu Abbildungen berühmter Kunstwerke reicht, ist dabei durchaus beachtenswert und auch die Liste derer, die Vreeland für Interviews zur Verfügung standen, kann sich sehen lassen: Neben Hans Ulrich Obrist, Marina Abramović und Familienangehörigen kommt etwa auch Robert De Niro zu Wort, dessen Künstler-Eltern von Guggenheim gefördert wurden.

Bedauerlicherweise zahlt sich der große Aufwand und die viele Arbeit, die sicherlich in "Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst" stecken, zu keinem Zeitpunkt wirklich aus. Denn Vreeland inszeniert das Leben der Protagonistin auf allzu konventionell und bisweilen ärgerlich klischeehafte Weise: Das Bildmaterial verkommt da zur bloßen Illustration des gesprochenen Worts, während die Aussagen der an sich interessanten Interviewpartner zu austauschbaren Floskeln verkürzt werden. So gerät dieses Porträt mehr und mehr zu einer flachen und langweiligen Lobhudelei, die dem Menschen Peggy Guggenheim in keinster Weise gerecht wird.

Fazit: Trotz einer interessanten Ausgangslage sowie einer beachtenswerten Masse an Bildmaterial langweilt dieser Dokumentarfilm durch seine allzu konventionelle Machart. Das Leben Peggy Guggenheims wird in flachen Klischees geschildert, während die Interviews mit den interessanten Gesprächspartnern aus der Kunstwelt zu austauschbaren Floskeln verkürzt werden.




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Land: USA, Großbritannien, Italien
Jahr: 2015
Genre: Dokumentation, Biopic
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 05.05.2016
Regie: Lisa Immordino Vreeland
Verleih: NFP marketing & distribution

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