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Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone
Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone
© 20th Century Fox

Kritik: Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach "Die Auserwählten im Labyrinth" (2014) und "Die Auserwählten in der Brandwüste" von 2015, geht die dystopische Sci-Fi-Trilogie mit "Die Auserwählten in der Todeszone" in die letzte Runde. Alle drei Filme basieren auf den erfolgreichen Büchern von Autor James Dashner. Insgesamt existieren vier Romane, da Dashner 2012 ein Prequel zur Story veröffentlichte. Ursprünglich sollte "Die Auserwählten in der Todeszone" bereits vor einem Jahr in die Kinos kommen. Aufgrund eines schweren Unfalls bei der Dreharbeiten, bei dem sich Hauptdarsteller Dylan O'Brien schwerste Verletzungen zuzog, musste der Start um ein Jahr verschoben werden. Gedreht wurde ab Anfang 2016 unter anderem im kanadischen Vancouver in British Columbia.

Der dritte Teil des Franchise bringt die Young-Adult-Dystopie durch die gekonnte Inszenierung von Regisseur Wes Ball auf befriedigende Weise zu Ende. Denn der Filmemacher versteht es wunderbar, dem Zuschauer immer wieder Ruhephasen zwischen den rasanten, spektakulären Action-Sequenzen zuzugestehen und Tempo herauszunehmen. Und das an dramaturgisch sinnvollen Stellen im Film. Das gelingt in erster Linie durch - für diese Art von Produktion - überraschend unsentimentale, glaubhafte Dialoge zwischen den Protagonisten, durch die das Innere der Auserwählten nach Außen gekehrt wird. Zudem behandelt der Film stets auch Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und den Umgang mit individueller Angst im Angesicht des Untergangs der Welt. Und nicht zu vergessen die wichtige, moralisch komplexe Frage danach, ob man einige Wenige zu Forschungszwecken opfern sollte, um die Mehrheit auf diese Weise zu retten.

Darstellerisch vermag in erster Linie Dylan O'Brien zu überzeugen, der wie gewohnt die Empathie des Zuschauers auf seiner Seite hat. Mit hoher Leinwandpräsenz und reichlich Körpereinsatz, mimt er den mutigen, charismatischen Anführer der Auserwählten. O'Brien steht zudem im Mittelpunkt einiger der wildesten, temporeichsten Action-Szenen, von denen einige den Zuschauer in ungläubiges Staunen versetzen werden. Alles in allem präsentiert "Die Auserwählten der Todeszone" die überzeugendsten Action-und Verfolgungsmomente der Reihe bisher.

Highlights: eine Rettungsaktion mit Hilfe eines Krans, bei der ein durch die endlose, menschenleere Landschaft bretternder Zug verfolgt wird. Eine atemlose Hatz. Oder auch die schweißtreibenden Verfolgungsjagden im Film, unter anderem durch die beengten Gänge der WCKD-Station sowie zwischen blutrünstigen Zombies und den Menschen. Fragen nach der Glaubwürdigkeit und Logik darf man aber natürlich wie gewohnt nicht stellen. Weder in den Action-Momenten noch bezogen auf den gesamten Inhalt.

Fazit: Wer über einige inhaltliche Logiklöcher und die fehlende Glaubwürdigkeit der Gesamtgeschichte hinwegsieht, bekommt mit dem dritten und finalen Teil der Dystopie einen versöhnlichen, gekonnt inszenierten Abschluss geboten. Den schweißtreibenden, sehenswerten Action-Sequenzen und rasanten Verfolgungsjagden sei Dank. Zudem gesteht Regisseur Ball seinen Figuren und dem Zuschauer immer wieder Zeit für Verschnaufpausen zu.





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