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Ted Siegers Molly Monster - Der Kinofilm
Ted Siegers Molly Monster - Der Kinofilm
© Central Film © Wild Bunch

Molly Monster (2016)

Molly Monster och äggmysteriet

Das sympathische Monstermädchen Molly Monster ist in Aufruhr: ihre Eltern erwarten ein weiteres Kind und sie damit ein Geschwisterchen. Wie wird die Rolle von Molly künftig in der Familie aussehen?Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die kleine Monsterin Molly Monster lebt ein glückliches, zufriedenes Leben mit ihren Eltern in der bunten Welt von Monsterland. Ihr Lieblingsspielzeug ist Edison, eine Art Aufziehspielzeug mit Eigenleben. Bisher genoss Molly die uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Eltern, aber sie hat Angst, dass sich das bald ändern könnte, denn: sie erwartet ein Geschwisterchen. Nachdem ihre Mutter ein weiteres Ei gelegt hat, geht es für die Eltern auf die Eierinsel, um das Ei auszubrüten. Molly soll unterdessen bei ihren beiden Onkeln bleiben und auf die Rückkehr der Drei warten. Doch als Molly feststellt, dass ihre Eltern die selbstgestrickte Mütze zu Hause vergessen haben – die sie nach ihrer Ansicht zum Wärmen des Eis brauchen – reißt das selbstbewusste Monstermädchen den Eltern hinterher. Gemeinsam mit Edison erlebt sie eine verrückte, abwechslungsreiche Reise voller Spaß und Abenteuer.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Die Erfolgsgeschichte der von Ted und Andrea Sieger erdachten kleinen, niedlichen Monsterin geht auf das Jahr 2000 zurück. In jenem Jahr erschien das erste Buch "Die kleine Monsterin schläft nicht in ihrem Bett", dem wenig später ein eigener Kurzfilm folgte. Der endgültige, europaweite Durchbruch folgte ein paar Jahre später mit einer eigenen TV-Serie, die in Deutschland ab 2009 von KiKa ausgestrahlt wurde – mit bestechendem Erfolg: Markteinteile von fast 70 Prozent in der anvisierten Zielgruppe bestätigten die Beliebtheit von Molly Monster und ihren monstermäßigen Freunden. Seit dem letzten Jahr gibt es zusätzlich zu den Romanen auch noch reine Bilderbücher von Molly Monster. Der Erfinder der Figur, Ted Sieger, ist ein Schweizer Musiker, Autor, Illustrator und Regisseur, der auch an der Kinoversion mitwirkte. Laut eigener Aussage lässt er sich für eine Geschichten und Figuren durch seine eigenen Kinder und Enkelkinder beeinflussen.

Jederzeit nimmt "Molly Monster" die Ängste und Nöte der jungen Zielgruppe (ca. 5 bis 10 Jahre) ernst und rückt die Sorgen vieler Kleinkinder in den Mittelpunkt, die noch ein Geschwisterchen erwarten. Für jedes Kleinkind ist die Geburt einer Schwester oder eines Bruders ein einschneidendes Erlebnis, das etwas mit ihm macht. Im Vorfeld der Geburt sind Sorgen allgegenwärtig, etwa, wie sich das Familienleben künftig verändern wird. Dies zeigt sich bei Molly u.a. daran, dass sie große Probleme hat, über ihre Ängste zu sprechen und das (in ihren Augen) "Problem" nicht mal beim Namen benennen kann. Darüber hinaus betont der mit einer einfachen, zielgruppengerechten Dramaturgie garnierte Film Werte wie Vertrauen, Freundschaft und Zusammenhalt. Wichtige, liebevoll vermittele Botschaften und Werte, die auch für Erwachsene von Bedeutung sein sollten. Den moralischen Zeigefinger erhebt der Film aber zu keiner Zeit, seine Anliegen vermittelt er vielmehr spielerisch, abwechslungsreich und inmitten einer kunterbunten Welt, die von lustigen, bizarren Wesen bevölkert wird.

Hier liegt eine weitere Stärke des Films: klassisch in 2D animiert entfernt er sich meilenweit von den auf Action und Bombast abzielenden, teuren 3D-Animations-Produktionen aus dem Hause Disney oder Dreamworks. Hier geht es nicht hauptsächlich um optische Schauwerte und Effekte, obwohl die Optik auch in "Molly Monster" überzeugen kann, aber eben auf eine ganz eigene, zurückgenommene Art und Weise. Denn in dem Film geht es eher leise und unverkrampft zu, ohne Krawumm und akustische Reizüberflutung. Die Macher ließen ihrer Kreativität bei der Ausgestaltung der mannigfaltigen und farbenprächtigen Monsterwelt, freien Lauf.

Ob beim Seilbahnfahren über tiefe Abgründe, bei Ballonfahrten über hügelige Landschaften oder einer turbulenten Bahnreise: Langeweile kommt nie auf und unterwegs begegnen Molly und Edison vielfältigen Wesen und Charakteren, die zwar teils unterschiedlicher nicht sein könnten, aber doch immer auch zusammenhalten und sich als Bewohner ein und derselben Welt verstehen. Eine weitere wichtige, erwähnenswerte Botschaft des Films, gerade in Zeiten, in denen auch die Kinder die Meldungen über Flüchtlingsströme und Einwanderungsdebatten mitbekommen. Verstehen werden sie diese Meldungen zwar noch nicht, aber verstehen werden sie die Botschaften dieses entzückenden kleinen Kinderfilms. Mit angenehmen, knapp 65 Minuten Laufzeit macht es "Molly Monster" auch den Kleinsten möglich, der Geschichte über den kompletten Zeitraum problemlos zu folgen. "Molly Monster" ist ein Paradebeispiel für nicht belehrendes, verspieltes und lehrreiches Zeichentrick-Kino für Vor- und Grundschüler.

Fazit: Liebenswert und abwechslungsreich umgesetztes Abenteuer des sympathischen Monstermädchens Molly Monster mit lehrreichen Botschaften und einer Vielzahl an skurrilen, witzigen Figuren und Wesen.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollMonster sind die besseren Eltern, denn so glücklich und unbeschwert wie die kleine Molly wird kaum ein menschliches Kind aufwachsen. Und sie lebt in einer fantastischen, bunten Welt, in der es möglich ist, dass ihr Lieblingsspielzeug Edison zugleich [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland, Schweden, Schweiz
Jahr: 2016
Genre: Animation
Länge: 72 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 08.09.2016
Regie: Matthias Bruhn, Michael Ekbladh, Ted Sieger
Darsteller: Tom Eastwood, Stefan Fredrich, Denise Gorzelanny
Verleih: Central Film, Wild Bunch

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