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The Reflektor Tapes (2015)

Doku-Film über die Entstehung des Welterfolg-Albums "Reflektor" von Arcade Fire, der die Band auch bei einigen der wichtigsten Auftritten der anschließenden Tour zeigt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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2011 befand sich die kanadische Indie- und Folkrock-Band Arcade Fire eigentlich schon auf dem Höhepunkt, als sie für ihr drittes Album "The Suburbs" 2011 einen Grammy für das bestes Album des Jahres erhielten. Mehr ging eigentlich nicht, doch dann setzte die Band aus Montreal, mit ihren charismatischen Frontfiguren Win Butler und Régine Chassagne, zwei Jahre danach noch eins drauf: mit "Reflektor", einem echten Indie-Rock-Epos, mit einer Spielzeit von knapp 80 Minuten. Grammy- und Brit-Award-Nominierung, Platz-Eins- Positionen in den wichtigsten Hitlisten der Welt und ein Jahr nach Veröffentlichung wurde das Werk bereits über 350 000 mal in den USA verkauft, den am schwersten zu knackenden Musikmarkt der Welt. "Reflektor Tapes" wirft nun einen Blick zurück in den Entstehungsprozess dieses Albums und liefert beeindruckende Impressionen vom Leben auf Tour mit einer der erfolgreichsten Indie-Bands der Welt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Regie führte hier erstmals Kahlil Joseph, der zuvor überwiegend mit zwei Größen des Musikbiz zusammengearbeitet hat: dem US-Rapper und Songschreiber Kendrick Lamar und dem US-DJ und Produzenten Flying Lotus, der sich vor allem experimenteller Elektro-Musik und Hip-Hop verschrieben hat. Arcade Fire passen da gut ins Bild bzw. zur favorisierten Klientel von Joseph, der am liebsten mit ausgezeichneten Künstlern und fähigen Musiker abseits des glatt gebügelten Massengeschmack-Sounds arbeitet. Das Album "Reflektor" von Arcade Fire brach mit den Hörgewohnheiten vieler: mehr als zuvor im Sound der Band, gingen die Songs ineinander über und mehr noch als sonst vermengte sie auf "Reflektor" ihren (diesmal sehr tanzbaren) Barock-Pop mit typischen Artrock- und Indie-Klängen sowie dezenten Folklore-Elementen. Genau so außergewöhnlich, wie es Joseph so gerne mag.

"The Reflektor Tapes" gibt einen umfassenden, zu jeder Zeit erhellenden Einblick in das mitunter zermürbende Tour-Leben und legt einen dokumentarischen Schwerpunkt ganz klar auf den Entstehungsprozess des Albums auf Jamaika. Viele Monate hielt sich die Band in einem 1979 erbauten jamaikanischen, pompösen Kitsch-Schloss eines exzentrischen Herzogs auf, in dem sie an ersten Song-Ideen und -Skizzen arbeiteten. Im Anschluss ging es dann zu Aufnahmen in die Heimat nach Montreal, in die Sonovox Studios. Doch auch der umfassenden Reflektor-Tour kommen genug Raum und Geltung zu.

"The Reflektor Tapes" zeigt die Band u.a. bei einem sehr spontanen Gig der Band in einem Hotel auf Haiti bis hin zu großen Show-Konzerten in Los Angeles und London am Ende der Reflektor-Tour, die insgesamt an die 120 Konzerte umfasste. Und hier und da gibt es sogar auch heimliche, ungemein private und intime Momente, wenn Joseph mit der Kamera ganz nah bei der Band ist und diese einen überraschenden, ungeahnten Einblick in das Innere ihres gebrechlichen Gefüges gewährt.

Fazit: Ausgewogene, facettenreiche Doku über die Entstehung einer der besten und erfolgreichsten Indie-Alben der letztem Jahre sowie die anschließende Welt-Tournee.




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Zum Video: Arcade Fire: The Reflector Tapes

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Land: Kanada
Jahr: 2015
Genre: Dokumentation, Musik
Kinostart: 24.09.2015
Regie: Kahlil Joseph
Darsteller: Arcade Fire, Win Butler, Régine Chassagne

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