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Welcome Back
Welcome Back
© One Filmverleih © Bollywood Corner

Kritik: Welcome Back (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

"Welcome back" ist die Fortsetzung von "Welcome" von 2007, der sich in jenem Jahr zum zweiterfolgreichsten indischen Film entwickelte. Regie führte erneut der bekannte Bollywood-Filmemacher und -Produzent Anees Bazmee, der ein Spezialist für leichte Comedy-Unterhaltung mit hohem Action-Anteil ist. Neben "Welcome" entwickelten sich vor allem seine Filme "No Entry" (2005) und "Singh in Kinng" (2008) zu enormen Box-Office-Hits, nicht nur in Indien sondern auch in anderen Teilen der Welt. Bazmee ist zudem für sein hohes Arbeitspensum- und tempo bekannt: allein 2015 starten drei neue Filme von ihm in den Kinos.

Wie für viele Filme aus der indischen Traumfabrik üblich, legt auch "Welcome back" wenig Wert auf eine plausible und realistische Story. Der Film ist überdrehtes, laut-schrilles Bollywood- und damit Reizüberflutungs-Spektakel. Die wenig tiefgründige und komplexe Story dient freilich nur dazu, ein quietschbuntes Effekte-Feuerwerk an schrillen Kostümen und Gewändern sowie spektakulären Tanz-Szenen zu zünden. Schöne Menschen werden stilvoll und in langen Einstellungen (und unter exzessiver Nutzung von wahlweise Zeitlupe oder Zeitraffer) in Szene gesetzt und dem Zuschauer genussvoll-lüstern präsentiert. Darüber hinaus rückt Regisseur Bazmee die optisch beeindruckenden indischen Drehorte ins rechte Licht, in dem er deren Sehenswürdigkeiten, Wolkenkratzer, monumentale Gebäude und imposantesten Paläste in gelackten, edlen Hochglanz-Aufnahmen serviert. Das ist viel fürs Auge, aber praktisch nichts fürs Hirn.

Für europäische Sinne ist das alles nach wie vor zumeist zu viel des Guten, die grellen Farben sowie der akustische und visuelle Overkill sind aber genau das, was das indische Publikum und Bollywood-Fans sehen wollen. Wer sich an dem hohem Kitsch-Faktor demnach also nicht stört und zudem ein Faible für Filme dieser Art hat, könnte hier tatsächlich seinen Spaß haben. Zumal die unfreiwillig komischen, zum Scheitern verurteilen Versuche der beiden Freunde, bei der Frau ihrer Träume zu landen, durchaus immer wieder Charme haben und für einige Schmunzler gut sind. Und eines muss man Regisseur Bazmee auch lassen: Gruppen-Fallschirmsprünge versteht er, atemberaubend und spektakulär in Szene zu setzen.

Fazit: Kitschige, überdrehte und grelle Action-Comedy aus Bollywood in Überlänge, die Fans der indischen Traumindustrie aber Zufrieden stimmen könnte.





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