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Kritik: Wie auf Erden (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Das schwedisch-dänische Musikfilm "Wie im Himmel" wurde 2004 zu einem echten Überraschungserfolg. Der Regisseur Kay Pollak feierte mit dem Drama nicht bloß sein Comeback auf der großen Leinwand, sondern wurde zudem mit einer Oscar-Nominierung und Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt belohnt. Auch die Kritik war euphorisch, nur wenige Stimmen störten sich am Pathos und der kitschigen Botschaft des Films.

"Wie auf Erden" schließt nun direkt an den Vorgänger an und ist damit der seltene Fall eines Sequels im Arthouse-Kino. Denn was bei Blockbustern aus Hollywood gang und gäbe ist, gilt im Bereich des Kunstkinos immer noch als verpönt. Mit dem zweiten Teil seiner Chorgeschichte wird Pollak daran vermutlich auch nichts ändern, denn sein Film ist in jeder Hinsicht eine Enttäuschung.

Auch ohne den direkten Vergleich mit "Wie im Himmel" erweist sich der filmische Nachfolger als eher schwache Produktion. Inszenierung, Drehbuch und Darsteller neigen zur Übertreibung sowie allzu großen Gesten und lassen dabei jegliche Zwischentöne vermissen. Die Figuren verkommen so zu Karikaturen, deren persönliche Entwicklungen wie am Fließband abgehandelt werden.

Der Plot verliert sich zusehends in Klischees und Pollak versteht es nicht diese mit Leben zu füllen. So bleibt "Wie auf Erden" der schematische Versuch das Erfolgsrezept des Vorgängers zu wiederholen. Spätestens beim unglaubwürdigen Finale wird deutlich, dass Pollaks Vorhaben gescheitert ist, seine Vision mag nicht aufgehen und endet in lustlosem Kitsch.

Fazit: Der Filmemacher Kay Pollak versucht an den Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen, liefert aber nur lustlosen Kitsch. "Wie auf Erden" enttäuscht durch Klischees, Übertreibungen und das Fehlen jeglicher Zwischentöne.




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