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Kocan Kadar Konus Dirilis
Kocan Kadar Konus Dirilis
© Kinostar

Kritik: Kocan Kadar Konus Dirilis (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Mit "Kocan Kadar Konuş" kam im März 2015 eine äußerst unterhaltsame und einfallsreich gestaltete Liebeskomödie in die Kinos, die nun mit "Kocan Kadar Konuş: Diriliş" stimmig fortgesetzt wird. Abermals nahm Kıvanç Baruönü auf dem Regiestuhl Platz – und erneut verfasste er gemeinsam mit der Autorin Şebnem Burcuoğlu (diesmal noch mit der Unterstützung von Utku Gürtunca) das Drehbuch auf Basis von Burcuoğlus gleichnamigem Roman. Bedingt durch die Tatsache, dass eine Love Story mit dem Happy Ending eigentlich auserzählt ist, folgen auf RomComs recht selten weitere Teile; die Ausnahmen von dieser Regel – etwa das zweite, völlig überdrehte "Bridget Jones"-Abenteuer – erweisen sich leider zumeist als höchst kontraproduktiv. "Diriliş" kann indessen mühelos an den Charme des Vorgängers anknüpfen; die Romanze zwischen der sympathischen Heldin Efsun und ihres "Prinzen" Sinan wird mit Witz und vielen schönen Ideen weitergesponnen.

Wie schon im ersten Film bringt die Hauptdarstellerin Ezgi Mola die Leinwand mit ihrer natürlichen Ausstrahlung zum Leuchten und darf ein weiteres Mal demonstrieren, wie gut sie das Comedy-und Slapstick-Handwerk beherrscht. Ihr Spielpartner Murat Yıldırım tritt ein wenig in den Hintergrund. Ins Zentrum rücken dagegen Nevra Serezli und die neu zum Ensemble hinzustoßende Hümeyra als Großmütter: Die älteren Damen tragen mit ihren Auftritten dazu bei, dass die Fortsetzung noch etwas verschrobener als Teil 1 daherkommt, ohne dabei jedoch ins Alberne abzudriften. Die anrührendsten Momente entstehen wiederum in den Gesprächen zwischen Efsun und deren Vater, der von İsmail İncekara liebenswürdig-zurückhaltend verkörpert wird.

Die Bildgestaltung ist kreativ, insbesondere in den Fantasie- und Traumsequenzen, in denen Efsun und Sinan beispielsweise im Himmel schweben (samt Delfinen und Quallen in Rosa und Babyblau) – ehe die beiden mit ihrem Krankenhausbett wieder zu Boden krachen. Auch eine Western-Showdown-Parodie und diverse "Was wäre wenn?"-Szenarien vermögen zu amüsieren. Kleine Gags wie das absurd-überdimensionale Amulett, das Efsuns Chaos-Sippe in die Provinz transportiert, um Sinans High-Society-Clan zu beeindrucken, können ihre Wirkung in der Inszenierung entfalten; hinzu kommt eine überzeugende musikalische Untermalung des Geschehens.

Fazit: Kıvanç Baruönü ist eine einnehmende Weiterführung von "Kocan Kadar Konuş" gelungen – mit etlichen visuellen Höhepunkten und einer abermals wunderbar aufspielenden Hauptakteurin.





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