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69 Tage Hoffnung (2015)

The 33

Bergbau-Drama: 33 verschüttete Minenarbeiter kämpfen in diesem auf wahren Tatsachen beruhendem Film um ihr Leben.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ihr riskanter Beruf ist für die Bergarbeiter der Mina San José in Chile eigentlich Alltag. Doch am 5. August 2010 sorgt ein Bergschlag dafür, dass die Männer die Gefahren ihres Jobs am eigenen Leib erfahren müssen. 33 von ihnen werden unter Tage eingeschlossen und müssen nun gefangen auf engstem Raum und nur mit einem knappen Vorrat an Nahrungsmitteln überleben. Auch übertage wird alles getan, um die Bergleute zu retten: Die Angehörigen der Minenarbeiter errichten ein Camp und kämpfen dafür, dass die Suche nicht aufgegeben wird. Die chilenische Politik gibt sich ebenfalls größte Mühe, damit diese Katastrophe ein glimpfliches Ende nimmt – denn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt verfolgen über Fernsehbildschirme das Schicksal der 33 Verschütteten.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Dass das Grubenunglück von San José nun in Form einer aufwendigen Verfilmung erneut für die breite Öffentlichkeit verwertbar gemacht wird, ist wenig erstaunlich. Bereits als die 33 chilenischen Minenarbeiter im August 2010 noch unter Tage eingeschlossen waren, wurden die Bergleute schließlich unfreiwillig zu den Stars einer weltweit ausgestrahlten Tragödie, die manchen Kritiker an eine wahre Reality-Show erinnerte. Mehr als 1.000 Journalisten waren bei der Bergung vor Ort und nach ihrer Rettung wurden einige der Verschütteten zumindest für kurze Zeit zu Medienlieblingen und gern gesehenen Gästen in zahlreichen TV-Sendungen.

Das Katastrophen-Drama der mexikanischen Regisseurin Patricia Riggen ist nun aber weniger an den Auswirkungen des Grubenunglücks interessiert, sondern konzentriert sich vor allem auf den persönlichen Überlebenskampf der Männer unter Tage. Politische, soziale und ökonomische Kontexte der Tragödie werden dabei zwar immer wieder gestreift und angedeutet, bleiben aber zugunsten melodramatischer Unterhaltung recht oberflächlich. Statt Missstände anzuprangern, scheint es dem Film vor allem darum zugehen, seinen Helden ein Denkmal zu setzen.

Während Riggens Regie im Grunde zwar solide ist, schwächelt "69 Tage Hoffnung" dennoch gelegentlich und verlässt sich zu sehr auf die erprobten Formeln des Katastrophenfilms. Überzeugen können hingegen die bekannten Darsteller, neben Antonio Banderas sowie James Brolin gelingt es besonders Juliette Binoche wieder einmal mit ihrem nuancierten Spiel zu fesseln. So bietet die alles in allem durchschnittliche und mitunter etwas naive Produktion zumindest einige emotionale Höhepunkte.

Fazit: Patricia Riggens Verfilmung des Grubenunglücks von San José bietet formelhafte, melodramatische Unterhaltung nach Manier typischer Katastrophenfilme. Während die Inszenierung lediglich solide ist, können die starken Darsteller hingegen für einige emotionale Höhepunkte sorgen.




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Land: USA, Chile
Jahr: 2015
Genre: Drama
Länge: 127 Minuten
Kinostart: 11.02.2016
Regie: Patricia Riggen
Darsteller: Cote de Pablo als Jessica Salgado, Juan Pablo Raba als Darío Segovia, Rodrigo Santoro als Laurence Golborne
Verleih: Warner Bros.

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