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Das Wetter in geschlossenen Räumen (2015)

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"Tatort"-Kommissarin Maria Furtwängler gibt in Isabelle Stevers Drama um eine Entwicklungshelferin ihr Kinodebüt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Dorothea befindet sich mitten in einem arabischen Krisengebiet, doch sie könnte kaum weiter weg sein von den Nöten der Menschen sein, die in ihrer unmittelbaren Nähe leben. Denn Dorothea ist eine deutsche Entwicklungshelferin, die abgeschottet in einem luxuriösen Hotel haust und hier auf Partys und festlichen Empfängen versucht, die Botschafter reicher Länder zum Spenden zu animieren. Das mitunter zynische sowie dekadente Treiben im Hotel hält Dorothea nur dank eines stetigen Alkoholkonsums aus. Als sie allerdings eine Beziehung mit dem jüngeren Alec eingeht und diesen finanziell aushält, spitzt sich Dorotheas Situation immer weiter zu sie kann zumindest ihrer persönlichen Krise nicht mehr entfliehen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Ausgangssituation von "Das Wetter in geschlossenen Räumen" ist alles andere als uninteressant und der Blick ins mitunter ganz schön finstere Innere einer europäischen Hilfsorganisation wirft einige spannende Fragen auf. Eine bösartige Satire ist Isabelle Stevers Film dabei allerdings nicht, auch wenn manche Szenen sowie der Trailer diesen Eindruck nahelegen. Stattdessen inszeniert die Regisseurin ein Psychodrama um eine Heldin, die förmlich zerrissen wird von den paradoxen Umständen, die sie umgeben.

Die Protagonistin wird gespielt von Maria Furtwängler, die schauspielerisch bisher vor allem als Kommissarin Charlotte Lindholm im "Tatort" von sich Reden machte und nun erstmals auch auf der großen Kinoleinwand zu sehen ist. Furtwängler scheint sichtlich bemüht zu zeigen, was sie kann, und bietet eine Leistungsschau, die leider Tiefgang vermissen lässt und zu allzu berechnend bleibt. Es mangelt der Performance an Nuancen, die den Übergang zwischen abgeklärter Entwicklungshelferin und Frau in der Lebenskrise greifbar und glaubwürdig machen.

Doch der eher schwachen Leistung Furtwänglers und dem oberflächlich bleibendem Konflikt ihrer Figur zum Trotz erweist sich "Das Wetter in geschlossenen Räumen" als durchaus solides Drama, was vor allem Stevers Regie und dem stimmungsvollen Setting zu verdanken ist. So scheint dieser wechselhafte Film beinahe ebenso viele Chancen zu nutzen wie zu verpassen.

Fazit: Isabelle Stevers solides Drama kann vor allem dank seiner stimmungsvollen Inszenierung überzeugen. Die Leistung der Hauptdarstellerin Maria Furtwängler enttäuscht allerdings und lässt Nuancen ebenso wie Glaubwürdigkeit vermissen.




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Land: Deutschland
Jahr: 2015
Genre: Drama
Länge: 100 Minuten
Kinostart: 28.01.2016
Regie: Isabelle Stever
Darsteller: Maria Furtwängler als Dorothea, Mehmet Sözer als Alec, Barbara Bouchet als Barbara
Verleih: Movienet

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