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Mapplethorpe: Look at the Pictures
Mapplethorpe: Look at the Pictures
© Kool Filmdistribution © Die FILMAgentinnen

Mapplethorpe: Look at the Pictures (2016)

US-amerikanisch-deutsche Dokumentation: Die Dokumentation widmet sich dem Leben und der Karriere des amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Robert Mapplethorpe wurde in den 1970er-Jahren mit verwegenen Sexfotos aus dem homosexuellen SM-Underground New Yorks berühmt-berüchtigt. Als der Fotokünstler 1987 im Alter von 42 Jahren an AIDS starb war er bereits eine Legende, deren Namen in einem Atemzug mit Andy Warhol genannt wurde. Der Weg dorthin war hart und entbehrungsreich, aber zugleich von einer unbändigen Lebenslust und wurde von einer erstaunlichen Ziekstrebigkeit und Kompromisslosigkeit bestimmt.

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Mapplethorpe: Look at the Pictures


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

"Mapplethorpe: Look at the Pictures" lief auf der Berlinela 2016 in der Reihe Panorama Dokumente. Der Film ist ein Werk des Regieduos aus Randy Barbato und Fenton Bailey, die bereits zweimal zuvor auf der Berlinale zu Gast waren - unter anderem mit der Porno-Chic-Doku "Inside Deep Throat". Die beiden Briten kennen sich folglich bereits gut mit brisanten sexuellen Stoffen aus. In ihren eigenen Worten besitzen sie eine besondere Vorliebe für Themen, die "overexposed" aber "underrevealed" sind.

Da drängt sich ein Künstler wie Mapplethorpe als Thema natürlich geradezu auf. So bezieht sich der Untertitel "Look at the Pictures" zuerst auf den entrüsteten Ausspruch eines amerikanischen Moralapostels, der die "pornografischen Bilder" des bekennenden schwulen Fetischisten und SM-Liebhabers unbedingt verboten wissen will. Daran, dass es soweit kam, war Mapplethorpe nicht ganz unschuldig: Fotos wie ein Selbstportrait mit aus dem Anus herausragender Lederpeitsche und Bilder, in denen eine Faust in einem Hintern oder ein Finger in der Harnröhre eines erigierten Penis stecken, sind sicherlich als auch als bewusste Provolationen gedacht.

Zugleich sind dies für den Künstler ganz normale Bilder aus seinem Leben und von seiner Sexualität, welche nun einmal eine gewisse Form habe. Davon abgesehen macht Mapplethorpe keinen Unterschied zwischen dem Bild eines erigierten Penis und dem eines offenen Blütenkelchs. In beiden gehe es darum natürliche Phänomene auf die treffendste Art und Weise festzuhalten. - Die Dokumentation zeigt, dass Mapplethorpe nicht nur talentiert, ehrgeizig und fleißig, sondern darüber hinaus auch alles andere, als dumm war. Zugleich liebte Mapplethoirpe bei aller Arbeitsdisziplin das (sexuelle) Exzess.

Ihm nahestehende Menschen beschreiben Mapplethorpe als einen unwiederstehlichen Charmeur und Halbgott und als einen unerbittlichen Manipulator und Egozentriker. Es ist das große Verdienst dieser Dokumentation, dass diese mit großer suggestiver Kraft die Wirkung von Mapplethrope und seiner Kunst auf der Leinwand sichtbar macht und dabei zugleich ein differenziertes und wirklich in die Tiefe gehendes Portrait dieser komplexen Künstlerpersönlichkeit entwirft. Das meisterliche Ergebnis erntete bei der ausverkauften Premiere auf der Berlinale verdientermaßen großen Applaus.

Fazit: Sehr exakt im Detail, in die Tiefe gehend und dabei von großer suggestiver Kraft ist "Mapplethorpe: Look at the Pictures" ein kleines Meisterwerk geworden.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA, Deutschland
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 108 Minuten
Kinostart: 03.11.2016
Regie: Fenton Bailey, Randy Barbato
Darsteller: Tom Baril, Dennis Barrie, Jonathan Becker
Verleih: Kool Filmdistribution, Die FILMAgentinnen

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