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Ein Kuss von Beatrice
Ein Kuss von Beatrice
© Universum Film

Kritik: Ein Kuss von Beatrice (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Als Regisseur und Drehbuchautor stellt der Theatermann, Schriftsteller und ehemalige Fernseh- und Filmschauspieler Martin Provost starke Frauen in den Mittelpunkt seiner eigenen Kinofilme ("Séraphine", "Violette" und andere). "Ein Kuss von Béatrice" vereint nun zum ersten Mal die beiden großen Catherines des französischen Kinos auf der Leinwand – und die Grandes Dames ergänzen sich ganz wunderbar.

Es ist vor allem ihr Zusammenspiel, aber auch Frots Spiel mit ihren männlichen Kollegen Olivier Gourmet und Quentin Dolmaire, das diesen Film zusammenhält. Denn Provots Ode an das (neugeborene) Leben und die Weiblichkeit plätschert allzu gemächlich vor sich hin, bietet kaum Höhepunkte, ist arg vorhersehbar und bieder inszeniert, was nicht zuletzt an den etwas formelhaften Charakterzeichnungen mit ihren krassen Gegensätzen liegt.

Der deutsche Verleihtitel versucht – wie so oft bei französischen Produktionen – etwas mehr Poesie in den Film zu legen, als im Original tatsächlich steckt. Zwar wird Claire von Bétarice ein wenig wachgeküsst, lässt ihre Vernunft auch mal beiseite und genießt das Leben am Ende ein bisschen mehr, der französische Originaltitel "Sage Femme" trifft es dennoch besser. Mit einem Bindestrich geschrieben, bedeutet er schlicht "Hebamme", ohne kann er auch eine "kluge", "vernünftige" oder "brave" Frau bezeichnen.

Fazit: In seinem jüngsten Spielfilm zeichnet Martin Provost erneut das Porträt zweier starker Frauen. Das Zusammenspiel der Akteure funktioniert wunderbar. Insgesamt bleibt diese Ode an das Leben und die Weiblichkeit aber ein wenig zu brav und gewöhnlich.




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