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Die Zeit der Frauen
Die Zeit der Frauen
© MFA Film © Die FILMAgentinnen / SHIVALAYA ENTERTAINMENT, CA, USA

Die Zeit der Frauen (2016)

Parched

Indisches Melodram: Vier Frauen lehnen sich gegen ihre männlichen Unterdrücker auf.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Ranis Leben ist geprägt von uralten Traditionen: Als Kind wurde die junge Frau zwangsverheiratet, nun, mit Anfang 30 und verwitwet, arrangiert sie für ihren Teenager-Sohn eine Ehe mit einem gerade einmal 15-jährigen Mädchen. Auch Ranis Freundinnen Lajjo und Bijli stehen unter dem Einfluss gesellschaftlicher Konventionen, die eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau unmöglich machen. Während Lajjo wegen ihrer vermeintlichen Unfruchtbarkeit von ihrem gewalttätigen Mann immer wieder geschlagen wird, wird Bijli von der Dorfgemeinschaft geächtet, da sie als Tänzerin und Prostituierte arbeitet. Durch ihre Freundschaft finden die Frauen jedoch Kraft und schließlich den Mut, sich ihren männlichen Peinigern selbstbewusst entgegenzustellen. Zusammen kämpfen sie gegen Unterdrückung und für ein selbstbestimmtes Leben.

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Die Zeit der FrauenDie Zeit der FrauenDie Zeit der Frauen -  v.l. Rani (Tannishtha...Apte)Die Zeit der Frauen -  v.l. Lajjo (Radhika Apte),...rjee)Die Zeit der Frauen - Janaki (Lehar Khan)Die Zeit der Frauen - v.l. Lajjo (Radhika Apte),...rjee)


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Seit einigen Jahren schon setzt das indische Kino den Schreckensnachrichten von Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen Filme entgegen, die von starken Heldinnen erzählen und offen soziale Missstände anprangern. So auch "Die Zeit der Frauen" der Regisseurin Leena Yadav, die in ihrem Melodram gleich eine ganze Reihe von Ungerechtigkeiten, unter denen indische Frauen leiden, thematisiert.

Der gute Wille sowie der aufklärerische Gestus sind so in beinahe jeder Szene spürbar, "Die Zeit der Frauen" ist definitiv kein Film, der vor plakativen Botschaften zurückschrecken würde. Und dennoch gelingt es Yadav mit ihrem Film weitaus mehr zu liefern als bloß ein steriles Vehikel für eine wichtige Message. Denn bei aller Sozialkritik erweist sich ihr Drama in erster Linie als eine lustvolle Ode an ihre weiblichen Hauptfiguren.

Eine die Handlung rhythmisch vorantreibende Montage sowie Bilder voller Wärme und Farben bilden den Rahmen für die Darstellungen der engagierten Hauptdarstellerinnen. Mal humorvoll, mal bitterernst erzählt "Die Zeit der Frauen" vom Leben seiner Heldinnen und lässt dabei vor allem Tannishtha Chatterjee als Rani Raum, um ihre Figur zu ergründen. Zwischen der bunten Lebensfreude eines Bollywoodfilms und den eher nachdenklichen Tönen des europäischen geprägten Arthouse-Kinos entwirft Leena Yadav so ein unterhaltsames Plädoyer für Gleichberechtigung.

Fazit: "Die Zeit der Frauen" von Leena Yadav ist ein Melodram, dem man seinen guten Willen in beinahe jeder Szene anmerkt. Doch der Film bietet weit mehr als bloß eine wichtige Botschaft und überzeugt als Plädoyer für Gleichberechtigung vor allem dank einer beschwingten Montage, in warmen Farben leuchtenden Bildern sowie starken Darstellerinnen.




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Land: Indien, Großbritannien, USA
Jahr: 2016
Genre: Drama
Länge: 116 Minuten
Kinostart: 27.10.2016
Regie: Leena Yadav
Darsteller: Radhika Apte als Lajjo, Sayani Gupta als Champa, Tannishtha Chatterjee als Rani (rumored)
Verleih: MFA Film, Die FILMAgentinnen

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