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Die Zeit der Frauen
Die Zeit der Frauen
© MFA Film © Die FILMAgentinnen / SHIVALAYA ENTERTAINMENT, CA, USA

Kritik: Die Zeit der Frauen (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Seit einigen Jahren schon setzt das indische Kino den Schreckensnachrichten von Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen Filme entgegen, die von starken Heldinnen erzählen und offen soziale Missstände anprangern. So auch "Die Zeit der Frauen" der Regisseurin Leena Yadav, die in ihrem Melodram gleich eine ganze Reihe von Ungerechtigkeiten, unter denen indische Frauen leiden, thematisiert.

Der gute Wille sowie der aufklärerische Gestus sind so in beinahe jeder Szene spürbar, "Die Zeit der Frauen" ist definitiv kein Film, der vor plakativen Botschaften zurückschrecken würde. Und dennoch gelingt es Yadav mit ihrem Film weitaus mehr zu liefern als bloß ein steriles Vehikel für eine wichtige Message. Denn bei aller Sozialkritik erweist sich ihr Drama in erster Linie als eine lustvolle Ode an ihre weiblichen Hauptfiguren.

Eine die Handlung rhythmisch vorantreibende Montage sowie Bilder voller Wärme und Farben bilden den Rahmen für die Darstellungen der engagierten Hauptdarstellerinnen. Mal humorvoll, mal bitterernst erzählt "Die Zeit der Frauen" vom Leben seiner Heldinnen und lässt dabei vor allem Tannishtha Chatterjee als Rani Raum, um ihre Figur zu ergründen. Zwischen der bunten Lebensfreude eines Bollywoodfilms und den eher nachdenklichen Tönen des europäischen geprägten Arthouse-Kinos entwirft Leena Yadav so ein unterhaltsames Plädoyer für Gleichberechtigung.

Fazit: "Die Zeit der Frauen" von Leena Yadav ist ein Melodram, dem man seinen guten Willen in beinahe jeder Szene anmerkt. Doch der Film bietet weit mehr als bloß eine wichtige Botschaft und überzeugt als Plädoyer für Gleichberechtigung vor allem dank einer beschwingten Montage, in warmen Farben leuchtenden Bildern sowie starken Darstellerinnen.




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