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Das Haus an der Friedhofsmauer (2016)

Quella Villa accanto al cimitero

Der Horrorfilm um ein Spukhaus kommt nach dreieinhalb Jahrzehnten wieder in die Kinos.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 6 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der New Yorker Historiker Norman Boyle (Paolo Malco) zieht mit seiner Frau Lucy (Catriona MacColl) und seinem Sohn Bob (Giovanni Frezza) nach Neuengland in das Haus eines verstorbenen Kollegen. Dieser hatte dort erst seine Freundin und anschließend sich selbst getötet. Während Norman versucht, Gründe für den mysteriösen Doppelmord zu finden, gehen seltsame Dinge in dem Gemäuer vor sich. Die Kellertür ist vernagelt. Das Kindermädchen Ann (Ania Pieroni) wirkt seltsam abwesend. Und die kleine Mae (Silvia Collatina) versucht, die Familie zu warnen. Doch außer Bob kann das gleichaltrige Mädchen niemand sehen.

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Das Haus an der FriedhofsmauerDas Haus an der Friedhofsmauer


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Obwohl Lucio Fulci in seiner Karriere zahlreiche Genres bediente, wird der 1996 verstorbene Drehbuchautor und Regisseur als italienischer Godfather of Gore, als Mann für blutige Schockmomente, in Erinnerung bleiben. Auch in "Das Haus an der Friedhofsmauer" kommt Fulci ohne Umschweife zur Sache. Bereits nach drei Minuten sind zwei Morde geschehen und das Publikum weiß, dass es in einem Horrorfilm über ein verfluchtes Haus sitzt, in dessen Keller nichts Gutes lauert.

Wie gewohnt, geht Fulci dabei weder erzählerisch noch visuell subtil vor. Die Geschichte spielt eine Nebenrolle, dient letztlich nur dazu, sich von Mord zu Mord zu hangeln und ist dementsprechend krude zusammengeschustert. Warum es dafür gleich dreier Autoren bedurfte, bleibt ebenso rätselhaft wie manch unabgeschlossener Handlungsstrang. Kameramann Sergio Salvati packt das Ganze in mal mehr, mal weniger gelungene Bilder, deren Farben – etwa das Gelb der New Yorker Taxis – zeigen, dass digitale Aufnahmen Zelluloid immer noch nicht adäquat ersetzt haben. Genüsslich hält Salvati drauf, wenn Küchenmesser aufblitzen und tiefe Wunden reißen. Auch die anderen typischen Merkmale dürfen nicht fehlen: Großaufnahmen schreiender Münder, starrender Augen und geöffneter Leiber.

Mehr als 30 Jahre nach seiner Entstehung hält sich der Schockeffekt jedoch in Grenzen. Zwar strömt in "Das Haus an der Friedhofsmauer" reichlich Blut. Gemessen an heutigen Standards, wirken aber bereits dessen knallige Farbe sowie manch andere Szene und das finale Monster unfreiwillig komisch. Fans wird das nicht stören. Die können sich vielmehr darauf freuen, diesen Klassiker aus Lucio Fulcis Werk (wieder) einmal auf der großen Leinwand sehen zu können.

Fazit: Fans des Brachialen werden ihre Freude mit der Wiederaufführung dieses bluttriefenden Klassikers haben. Wer subtiles Horrorkino erwartet, ist jedoch Fehl am Platz.




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Land: Italien
Jahr: 2016
Genre: Horror
Länge: 81 Minuten
Kinostart: 03.11.2016
Regie: Lucio Fulci
Darsteller: Catriona MacColl als Lucy Boyle (as Katherine MacColl), Paolo Malco als Dr. Norman Boyle, Ania Pieroni als Ann, the Babysitter
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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