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Da Dog Show (2016)

Drama über eine Familie am Rande der philippinischen Gesellschaft.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Sergio (Lou Veloso) besitzt zwei Hunde, denen er allerhand Kunststücke beigebracht hat. Wenn er mit ihnen in den Straßen und Parks von Manila auftritt, applaudieren die Zuschauer und belohnen die Vorführung gerne mit ein paar Pesos. Sergio ist schon über 70 Jahre alt, aber er muss für seine beiden Kinder, die 27-jährige, geistig behinderte Celia (Mercedes Cabral), und den 17-jährigen Schüler Alvin (Aljon Ybanez) sorgen. Zu dritt wohnen sie in einem Mausoleum auf dem Friedhof, der auch anderen Obdachlosen und Tagelöhnern Unterkunft bietet.

Sergios Frau ist von einem Besuch bei ihrer Mutter auf dem Land nicht mehr zurückgekehrt. Und es sieht nicht so aus, als würde sie in absehbarer Zeit wieder heimkommen. Sie hat das jüngste Kind der Familie, Eddie Boy (Micko Laurente), mitgenommen. Sergio spart eisern, um seinen kleinen Jungen wieder zurückholen zu können. Als der große Tag kommt, zieht Celia ihr glänzendes rosa Kleid an und besteht darauf, ihren Vater zu begleiten. Sie sehnt sich nach einem Wiedersehen mit der Mutter.

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Da Dog ShowDa Dog Show


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der Spielfilm des philippinischen Regisseurs Ralston Jover basiert auf einer wahren Geschichte. Über den Hundetrainer und Familienvater Mang Sergio, der sein Dasein am Rande der philippinischen Gesellschaft fristet, wurden bereits zwei Dokumentarfilme gedreht. Nicht nur die Kunststücke seiner Hunde, auch das Schicksal des alten Mannes, der sein drittes Kind unbedingt zu sich zurückholen wollte, rührten das heimische Fernsehpublikum. Jovers Spielfilmversion bleibt nahe an der echten Biografie und überzeugt insgesamt mit ihrer authentischen, emotional zurückgenommenen Atmosphäre.

Der Alltag der Dreierfamilie auf dem Friedhof wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Mal geht es um die Nöte und Wünsche Sergios, mal um die seiner beiden Kinder. Celia und Alvin sehnen sich nach der Mutter, die den Sohn einmal anruft, aber weder sagt, wann sie zurückkehrt, noch mit Sergio sprechen will. Als sich Sergio krank fühlt, muss Alvin, der eigentlich zur Schule geht, die Hundeshow für ihn übernehmen. Celia assistiert ohne großes Interesse. Der jungen Frau, deren Behinderung im Unklaren bleibt, ist ihre Außenseiterstellung schmerzlich bewusst. Die junge philippinische Schauspielerin Mercedes Cabral fördert das innere Drama dieser fantasiebegabten, impulsiven Figur bewegend zutage. In der Einsamkeit des nächtlichen Friedhofs findet Celia eine private Zuflucht für ihre Jungmädchenträume und kleinen Geheimnisse. Aber sie kann auch sehr luzide die Not ihres Vaters erkennen und wie fragil die Zukunftschancen der Familie sind.

Die Inszenierung taucht ohne Hektik in die Einzelheiten des jeweiligen Moments ein. So folgt sie zum Beispiel lange nur der Reise Sergios, Celias und eines ihrer Hunde zum Dorf, in dem Eddie Boy lebt. Die Gespräche der anderen Businsassen, die Fahrt mit einem Taxi, schließlich der lange Weg zu Fuß über die Felder: Sergio und Celia nehmen Strapazen auf sich und geben sich gegenseitig Halt. Immer mehr rückt so die Beziehungsebene in den Fokus, die Liebe der Charaktere zueinander, die sie so viele Schwierigkeiten meistern lässt. Sergios Botschaft an seine Kinder lautet, dass die Armut die Familie nicht auseinanderreißen darf. Die ruhigen Aufnahmen spüren den Keim der Verzweiflung auf, den sie in sich birgt. Aber ihr einfühlsamer Blick bleibt offen und verweigert sich einer plakativen Wertung.

Fazit: Regisseur Ralston Jover vertieft sich in diesem einfühlsam beobachtenden Drama in den täglichen Existenzkampf einer mittellosen philippinischen Familie. Mit den Kunststücken seiner dressierten Hunde versucht ein alter Mann, sich und seine Kinder nach der Trennung von seiner Frau durchzubringen. Der auf einem wahren Schicksal basierenden Geschichte gelingt ein bewegender, authentisch wirkender Balanceakt zwischen der Not der Charaktere und der Kraft ihrer Beziehungen.




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Land: Deutschland, Philippinen
Jahr: 2016
Genre: Drama
Länge: 92 Minuten
Kinostart: 06.10.2016
Regie: Ralston Jover
Darsteller: Almira Alcid als Tita Maria, Mercedes Cabral als Celia, Simon Ibarra als Barangay Captain
Verleih: barnsteiner-film

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