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FBW-Bewertung: Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand (2016)

Prädikat wertvoll

Jurybegründung: Der Film nimmt die Geschichte des Films DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND, die auf Bali endete, genau dort wieder auf.
Auf der einen Seite lobte die Jury ausdrücklich die gute schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles, die solide Kameraführung, die sehr guten Dialoge, den überzeugend eingesetzten Sprachenwechsel der Hauptakteure zwischen englisch, schwedisch, deutsch und russisch sowie die zahlreichen überraschenden dramaturgischen Wendungen- allen voran der Fundort der gesuchten Rezeptur. Auf der anderen Seite trägt nach Einschätzung der Jury die Geschichte um eine sozialistische Sodarezeptur nicht die gesamten 109 Minuten Film. Um die Konstellation der Figuren nachvollziehbar zu machen für diejenigen, die den ersten Teil nicht kennen, muss die bisherige Geschichte zu Beginn des Films explizit zusammengefasst werden. Einige Teilaspekte der Geschichte bleiben zudem etwas blass und zeigen Längen, wie etwa die CIA-Agenten in Schweden, die nicht so richtig vom Fleck kommen. Andere Szenen kommen in ihrem Humor nach Ansicht derJury etwas zu klamaukartig daher. Die filmischen Rückblenden in die Zeit des Kalten Krieges sind in ihrer Überzeichnung gelungen, das gilt insbesondere für Breschnew, Nixon, Kissinger und ja, auch Andy Warhol. Allein das raumbeherrschende Spiel des Breschnew-Darstellers und seine gewaltige Stimme(und als Gegenpart der schmächtige Nixon und sein zurückhaltendes Spiel) bleiben dem Zuschauer lange in Erinnerung. Das trifft natürlich ebenso auf die beiden Hauptdarsteller Robert Gustafsson und Iwar Wiklander zu. Weniger gelungen erscheint der Jury das stakkatohafte Erschießen zahlreicher Spione wie auch manche unmotiviert wirkende Prügelei. Gleichwohl sind die Explosionen - als Markenzeichen Allans - dramaturgisch gelungen gesetzt. Zusammenfassend entschied sich die Jury aufgrund der aufgeführten Qualitäten, den HUNDERTEINJÄHRIGEN DER DIE RECHNUNG NICHT BEZAHLTE UND VERSCHWAND mitdem Prädikat"wertvoll"auszuzeichnen.




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