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In My Room (2017)

Drama: Ein Mann ist plötzlich ganz allein auf der Welt – bis ihm eine Frau begegnet.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Armin (Hans Löw) ist als Fernsehkameramann tätig, hat jedoch gerade bei einem wichtigen Auftrag versagt. Privat ist er ungebunden und lebt in einer kleinen Wohnung. Gelegentlich besucht er seinen Vater (Michael Wittenborn), der getrennt von Armins Mutter in einem Vorort seine eigene, im Sterben liegende Mutter (Ruth Bickelhaupt) pflegt.

Nach dem Tod seiner Großmutter erwacht Armin am nächsten Tag und muss feststellen, dass alle Menschen verschwunden sind. Fahrzeuge stehen und liegen auf den Straßen herum, die Häuser und Geschäfte sind leer; nur die Tiere sind geblieben. Nach einer Weile hat sich Armin den neuen Umständen angepasst und bewohnt ein großes Landhaus mit Garten, Hühnern, einer Ziege und einem Pferd. Dann taucht plötzlich Kirsi (Elena Radonicich) auf – und Armin glaubt, in ihr die große Liebe gefunden zu haben.

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In My Room - Andrea Hanke (Redakteurin, WDR),...egie)In My Room - ARMIN (Hans Löw)In My Room - KIRSI (Elena Radonicich)In My Room - ARMINS GROSSMUTTER und ARMIN (Ruth...Löw)In My Room - KIRSI UND ARMIN (Elena Radonicich und...Löw)In My Room - Regisseur und Drehbuchautor Ulrich Köhler


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"In My Room" – der vierte Spielfilm des 1969 geborenen Drehbuchautors und Regisseurs Ulrich Köhler ("Schlafkrankheit") – beginnt als realitätsnahe Charakterstudie, in deren Zentrum ein Mann um die 40 steht, der allein in einer kleinen Wohnung lebt, beruflich nicht recht vorankommt und kaum private Bindungen hat. Wir begleiten Armin ins Haus seiner Großmutter und beobachten ihn bei der Interaktion mit seinem Vater. Dann wandelt sich das Werk jedoch in eine dystopische Erzählung: Plötzlich sind die Straßen und Häuser menschenleer – und eine Robinsonade beginnt, die den zunächst so antriebslosen Protagonisten zu einem autarken Leben in der Natur, mit Hühnerstall, Wasserkraftwerk und Pferdewagen motiviert.

Ähnlich wie in Julian Pölslers Umsetzung des Marlen-Haushofer-Romans "Die Wand" gelingt dieser Einbruch des Fantastischen in eine anfangs sehr authentisch anmutende Lebenswelt gerade deshalb so gut, weil die surrealen neuen Gegebenheiten betont zurückhaltend und dadurch überaus glaubwürdig eingefangen werden. Köhler und seinem Stammkameramann Patrick Orth geht es nicht darum, ein spektakuläres Endzeitszenario zu entwerfen, sondern in starken Bildern den inneren Zustand von Armin auf die Spitze zu treiben: verlassene Gebäude, herrenlosen Fahrzeuge, alsbald verwilderte Gärten und Geschäfte. Der vermeintliche Traum, der Zivilisation zu entfliehen, seine Ruhe zu haben und ein Dasein in völliger Unabhängigkeit zu führen, ist ebenso trügerisch wie die Freiheit, die der ungebundene Armin zu Beginn des Films zu haben scheint: "Sich nicht festzulegen wie Armin, bedeutet nicht, dass alle Türen offen bleiben", merkt Köhler in einem Regiestatement treffend an.

Überdies verfügt "In My Room" mit Hans Löw ("Hedi Schneider steckt fest", "Alles ist gut") über einen hervorragenden Schauspieler. Wenn sich Armin in der Natur eine neue Welt schaffen will, bringt Löw diese Entwicklung der Figur überzeugend zum Ausdruck. Und wenn Armin schließlich auf die von der italienischen Schauspielerin Elena Radonicich verkörperte Kirsi trifft und hofft, mit dieser gewissermaßen als Adam und Eva im Paradies eine Familie zu gründen, wird der Konflikt zwischen Armin und Kirsi ebenfalls nachvollziehbar vermittelt. Denn während er nun sesshaft werden möchte, erweist sich die Frau als rastlose Jägerin.

Fazit: Ein klug erzählter Film mit eindrücklichen Aufnahmen und einem exzellenten Hauptdarsteller.




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Land: Deutschland
Jahr: 2017
Genre: Drama
Länge: 120 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 08.11.2018
Regie: Ulrich Köhler
Darsteller: Hans Löw als Armin, Elena Radonicich als Kirsi, Michael Wittenborn als Vater
Verleih: Pandora Film

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