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In der Hölle ist der Teufel los
In der Hölle ist der Teufel los
© Universal

Kritik: In der Hölle ist der Teufel los (2016)


"Hellzapoppin" lautet der Originaltitel dieser Komödie - und so hieß auch das erfolgreiche Broadway-Musical, auf welchem diese Universal Pictures-Produktion beruht. Das Filmstudio wollte 1941 an dem Erfolg teilhaben und ihn im Kino wiederholen, versuchte sich dabei aber an der Quadratur des Kreises. Denn der Broadway-Hit, der ab 1938 für 1404 Vorstellungen lief, hatte sich durch totale Anarchie ausgezeichnet. Zum ersten glich keine Vorstellung der anderen. Zweitens gab es eigentlich keine richtige Handlung, sondern das Stück bestand aus einer wilden Mischung von Musikkomödie, Revue, mit originellen visuellen Gags, verrückten Requisiten, Einbeziehen des Publikums, schmutzigen Witzen und ständigen Pistolenschüssen - und einer Frau, die jeden Abend im Publikum aufstand und ankündigte: "Ich gehe jetzt zur Toilette." Die Komiker Ole Olsen und Chic Johnson tobten sich hier als Produzenten, Autoren und Hauptdarsteller so richtig aus. Eigentlich sollte das ganze Konzept (außer den dreckigen Witzen und natürlich der Zuschauerpartizipation) eins zu eins auf die Leinwand gebracht werden, aber dann bekamen Universal doch kalte Füße und strickten eine Nothandlung und eine Romanze ein, damit die solche Kost nicht gewöhnten Kinozuschauer nicht völlig verwirrt sein würden. Aber selbst diese verwässerte Version lässt noch etwas von der "anything goes"-Atmosphäre des Theaterstücks erahnen und ist für genügend Lacher ob der teilweise völligen Absurdität (so läuft zum Beispiel durch den ganzen Film ein Mann mit einer Topfpflanze umher, der immer eine "Mrs. Jones" ausruft) gut.




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