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Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit
Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit
© W-film / Connected Pictures

Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit (2016)

Hannah - Buddhism's untold Journey

Erleuchtung garantiert: Dokumentarfilm über die Dänin Hannah Nydahl, die Anfang der 1970er-Jahre den Buddhismus mit ihrem Mann Ole in den Westen bringt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eine Reise über den Hippie Trail nach Nepal wird Hannah und Ole Nydahls Leben für immer verändern. In Kathmandu treffen die Dänen 1968 den 16. Gyalwa Karmapa, das Oberhaupt der Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus. Ab den 1970er-Jahren trägt das Ehepaar dessen Lehre in den Westen. Sie bereisen 80 Länder von Südamerika bis in den damals noch kommunistischen Ostblock und eröffnen mehr als 550 buddhistische Zentren.

In ihrem Dokumentarfilm erzählen Marta György-Kessler und Adam Penny die teils abenteuerliche Geschichte der Nydahls entlang der Biografie der 2007 verstorbenen Hannah. Neben zahlreichen Weggefährten kommen auch einige Vertreter der Karma-Kagyü-Schule, darunter der derzeitige 17. Karmapa, zu Wort.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse1 / 5

Marta György-Kesslers und Adam Pennys Dokumentarfilm krankt an der unhinterfragten Nähe zu seinem Untersuchungsgegenstand. György-Kessler kennt das Ehepaar Nydahl gut, hat durch sie zum Buddhismus gefunden und ist 15 Jahre lang mit ihnen um die Welt gereist. An sich noch kein Problem, wenn die Koregisseurin einen Schritt zurückträte und ihr Thema von außen betrachtete. Doch ihr Blick bleibt begrenzt. Mit Verwandten, Freunden und Bekannten sowie einigen Geistlichen kommen nur Personen aus dem inneren Zirkel zu Wort. Dass György-Kessler ihre enge Verbindung mit den Nydahls zudem mit keiner Silbe erwähnt, sollte auch Gläubige stutzig machen.

Kritische Fragen sucht man dementsprechend vergebens. Dabei gäbe es Anlass genug. Wie lassen sich die buddhistischen Lehren beispielsweise mit der Missionierung vereinbaren? Wie finanzieren Hannah und Ole Nydahl ihre Reisen? Verdienen sie mit ihrer Missionierung Geld und hat das einen Einfluss auf ihre Arbeit? Wie lässt sich das Spirituelle vom Politischen trennen, wenn in der von den Nydahls unterstützen Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus seit den 1980ern ein erbitterter Machtkampf tobt? Diesen gravierenden Konflikt, der zu einer Spaltung und zwei geistigen Oberhäuptern führte, spricht der Film zwar an, begegnet ihm aber mit einer himmelschreienden Naivität, wie er Hannah Nydahl überhaupt reichlich naiv zur unfehlbaren Säulenheiligen stilisiert.

Was man dem Film zugutehalten kann, ist sein Blick auf die Zeitgeschichte. Der getragene Off-Kommentar, der den Zuschauern die Entwicklung des (tibetischen) Buddhismus in kurzen Passagen nahebringt, liegt über einem Bilderstrom aus Interviews, nachgestellten Szenen und faszinierendem Archivmaterial. Gerade aus diesem können historisch Interessierte einigen Gewinn ziehen. Letztlich täuscht das aber nicht über die allzu beweihräuchernde Verklärung einer zweifelsohne charismatischen Frau und die nur mäßig gelungene Form des Films hinweg, der ästhetisch irgendwo zwischen Guido-Knopp-TV-Doku und Werbeclip schwankt.

Fazit: "Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit" ist ein völlig einseitiger Dokumentarfilm, der es allzu gut mit seiner porträtierten Hauptfigur meint. Statt eines kritischen Blicks haben sich die Macher für Verklärung und Beweihräucherung entschieden und das Ganze in eine Ästhetik gepackt, die zwischen Geschichtsfernsehen und Werbeclip schwankt.




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Land: Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Spanien, HongKong, Ungarn, Indien, Nepal
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 90 Minuten
Kinostart: 18.01.2018
Regie: Marta György-Kessler, Adam Penny
Darsteller: Susannah Harker als Narrator (voice), Esther Fallon als Hannah (as a Child), Villads Vestergaard als Ole (as a Child)
Verleih: barnsteiner-film, Yogifilm

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