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Isla Bonita (2016)

Komödiantische Liebesirrungen und -wirrungen auf der spanischen Insel Menorca.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Der frisch geschiedene Werberegisseur Fernando (Fernando Colomo) sucht bei seinem alten Freund Miguel Ángel (Miguel Ángel Furones) Zuflucht auf Menorca. Dort will er das Private mit dem Beruflichen verbinden und einen Dokumentarfilm über die Insel drehen. Da Miguel Ángel gerade selbst genug familiäre Probleme hat, quartiert er Fernando kurzerhand bei seiner Bekannten Nuria (Nuria Román) ein. Die ist als bildende Künstlerin nicht nur eine potenzielle Protagonistin für Fernandos Film, sondern könnte ihn auch über seinen Liebeskummer hinwegtrösten. Das erhofft sich zumindest Miguel Ángel. Doch kaum auf der Insel angekommen, muss Nuria auch schon beruflich nach Madrid. Also erkundet Fernando stattdessen mit Nurias Tochter Olivia (Olivia Delcán) die Insel, tauscht sich über das Leben und die Liebe aus. Denn auch Olivia hat Liebeskummer. Sie muss sich zwischen einer Fernbeziehung mit dem Schweizer Tim (Tim Bettermann) und einer Affäre mit dem Einheimischen Lluís (Lluís Marquès) entscheiden.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit dem berühmten Song teilt Fernando Colomos Liebeskomödie nur den Titel, nicht einmal den ganzen. Und während Madonna 1987 einen mythischen Ort besang, geht es bei Colomo um einen ganz konkreten: Menorca. Vom Tourismus erst spät erschlossen, haben sich die Bewohner der isla bonita, dieser schönen Insel, bis heute eine angenehme Ruhe bewahrt. "A poc a poc", Stück für Stück, lautet dort das Lebensmotto – und ebenso gemächlich entfaltet der Film vor traumhafter Kulisse seine Handlung.

Die beginnt gekonnt, als sich die Wege der Figuren nach wenigen Minuten ganz natürlich kreuzen. Dann wechselt die Geschichte kurz von den Liebesnöten der jungen Olivia (Olivia Delcán) zu denen des alten Fernando (Fernando Colomo), bevor sie die beiden zusammenführt. Ein eleganter Auftakt, der angesichts der Erfahrung des Filmemachers nicht verwundert. Seit 40 Jahren führt der 1946 geborene Madrilene bereits Regie, schreibt Drehbücher, spielt und produziert. Auch in "Isla Bonita" steht Fernando Colomo vor und hinter der Kamera.

Colomos Komödie ist eine Liebeserklärung an Menorca, deren Bewohner und ihren Lebensstil. Sie ist aber auch eine Liebeserklärung an das Verliebtsein, vor dem weder Jung noch Alt gefeit sind. Und sie ist eine Aufforderung, sich der Hektik des Alltags zu entziehen, einmal innezuhalten und tief in sich hineinzuhören. Wer sich nicht auf das Tempo der Insel einlasse, werde von ihr zurückgewiesen, heißt es an einer Stelle. Auf das Tempo des Films lässt sich das Publikum von ganz allein ein – und auf Colomos unaufdringlichen, verschmitzten Humor, der zwischendurch augenzwinkernd auf die eigene Karriere verweist.

Damit es bei all der Gemächlichkeit auch vorangeht, besorgt Fernandos Freund Miguel Ángel (Miguel Ángel Furones) indes weitere amouröse Irrungen und Wirrungen, indem er ohne das Wissen der anderen im Hintergrund die Strippen zieht. Als sich alle Probleme am Ende scheinbar von selbst, a poc a poc eben, lösen, ist das Publikum Miguel Ángels einziger Mitwisser und kann sich ein zufriedenes Schmunzeln nicht verkneifen.

Fazit: Fernando Colomos "Isla Bonita" fängt die Schönheit und das Lebensgefühl Menorcas ein und macht daraus eine ebenso amüsante wie ausgelassen heitere Liebeskomödie.




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Land: Spanien
Jahr: 2016
Genre: Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 24.11.2016
Regie: Fernando Colomo
Darsteller: Olivia Delcán als Olivia, Fernando Colomo als Fer, Nuria Román als Nuria
Verleih: Cine Global Filmverleih

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