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FBW-Bewertung: Nur Gott kann mich richten (2017)

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung: Man würde dem Film nicht gerecht werden, wenn er rein als Gangsterfilm oder Kriminalfilm abgestempelt würde.
Vielmehr ist es ein Drama um im Leben gescheiterte Menschen, die durch eine Kette von zum Teil tragischen Momenten miteinander verbunden sind und schicksalshaft in den Abgrund getrieben werden.
Da ist Ricky, der wegen eines missglückten Überfalls für seine Kumpel den Kopf hingehalten hat und nach der Verbüßung seiner Gefängnisstrafe ein neues und besseres Leben anstrebt. Anders als sein Halbbruder Rafael liebt er seinen Vater und fühlt sich für ihn verantwortlich. Rafael wiederum will mit aller Macht eine Familie aufbauen, wozu ihm aber das nötige Geld fehlt. Da ist der Besitzer einer schlecht gehenden Shisha-Bar, Latif, der seinem alten Kumpel Ricky aus schlechtem Gewissen einen Gefallen tun will. Und da ist die Polizistin Diane, die für ihr herzkrankes Kind alles zu opfern bereit ist. Und nun verknüpft sich der dramaturgische Knoten zur schicksalhaften Verkettung von tödlichen Ereignissen bis hin zum finalen Showdown.
Özgür Yildirim schuf ein klug durchdachtes vielschichtiges Drehbuch mit präzisen und milieugerechten Dialogen. Unter seiner sicheren Regie versammelte sich ein herausragender Cast, der die vorgegebenen Charaktere treffend zeichnet und schauspielerisch brillant umsetzt. An ihrer Spitze Moritz Bleibtreu und Birgit Minichmayr, die auf herausragende Weise zu überzeugen vermögen.
Die dramaturgisch bedingten zahlreichen Gewalt- und Tötungsszenen verzichten im Bild auf übertriebene Grausamkeiten. Eine sehr gute Kameraführung und Lichtgestaltung sorgen für das authentische Szenenbild, verbunden mit einem ebenso überzeugenden Sounddesign.



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