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Die Gabe zu heilen (2016)

Andreas Geiger begleitet in seiner Dokumentation fünf Heiler. Jeder von ihnen hat nach eigener Aussage heilende Kräfte, die ihren Patienten auf unterschiedlichstem Wege Linderung oder Heilung bringen. Entscheidend und interessant ist dabei jedoch ihr persönlicher Werdegang...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.9 / 5

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Der Alphirte Köbi lebte 30 Jahre lang allein in den Bergen und hat dort oben die Kraft der Autosuggestion kennen gelernt - der Wille, der Berge versetzen kann. Der ehemalige Bademeister Stephan ist in der Großstadt zuhause und heilt auch mal am iPhone. Herr Baldauf ist ein gottesfürchtiger Bauer und Laienmediziner im Dorf. Die Erzieherin Birthe aus Hamburg hat ihre Fähigkeiten erst entdeckt, als sie einen Priester heiratete. Und Frau Ojuna, tritt mit ihren Urahnen in Kontakt um ihre Kräfte zum Heilen zu sammeln.

Fünf unterschiedliche Lebensgeschichten von fünf völlig verschiedenen Menschen, die doch etwas gemeinsam haben: Die Gabe, Menschen zu heilen. Unsere fünf Heiler wenden ihre Gabe ganz unterschiedlich an. Die Vielfalt ihrer Diagnose- und Heilmethoden ist groß: vom Röntgenblick, dem Pendeln, dem Spüren von Energiefeldern oder die Behandlung mit Elixieren, bis hin zum Handauflegen. Indem wir jeden bei seiner Arbeit zeigen, geben wir im Film einen Überblick über die verschiedenen Heilmethoden und was dahinter steckt. Dabei steht jede unserer Figuren für eine bestimmte Diagnostik und Therapie, so dass die fünf Begegnungen sich aufeinander beziehen, um Themenfelder kreisen und eine Gesamtgeschichte ergeben.
Unsere Heiler werden offen über ihre persönlichen Beweggründe, ihre Möglichkeiten, ihren Glauben und ihren Erfolg sprechen. Jeder für sich gewährt uns Einblick in das Mysterium seiner Gabe und was er damit bewirken kann. Alle fünf haben sich für das Heilen entschieden und ihr Leben danach ausgerichtet, ihre Gabe in den Dienst kranker Menschen zu stellen. Sie gaben teilweise ihre bisherigen Berufe auf und wagten sich in völliges Neuland – ohne Rückfahrkarte. Mittlerweile können sie alle von den Spenden ihrer Patienten leben oder sind auf Geld nicht angewiesen. Trotz ihrer ungewöhnlichen Tätigkeit haben unsere Protagonisten nicht den Boden der Realität unter ihren Füssen verloren. Sie alle haben eine grundsätzlich positive Haltung zum Leben. Sie sind Menschenkenner und empfinden eine große Liebe zu den Menschen. Unsere Heiler helfen oft schon allein dadurch, dass sie sich respektvoll und voller Empathie mit den Einzelschicksalen befassen und den Hilfesuchenden Vertrauen entgegen bringen.
Unsere Heiler sehen sich nicht als Gegner der klassischen Schulmedizin oder verweigern sich ihr. Im Gegenteil – sie sehen sich als therapeutische Ergänzung zum Medizinbetrieb. Auch wenn eine Krankheit unheilbar ist, versprechen unsere Heiler keine Wunder, sondern versuchen stattdessen dem Patienten seinen inneren Frieden zurückzugeben, um vom Leben loslassen zu können.
DIE GABE ZU HEILEN wird zeigen, wie fünf Heiler zu ihrer "Gabe" gekommen sind und wie sie mit ihr umgehen. Es geht dabei weder um Kritik noch um das Propagieren esoterischer Heilmethoden, sondern darum, über seelische Prozesse und altes Wissen zu erzählen. Ohne unsere Protagonisten als spirituelle Führer oder Heilsbringer zu mystifizieren, werden wir sie als Menschen voller Hingabe erleben, die die Fähigkeit haben, andere Menschen zu heilen. Wir zeigen ihre Diagnose- und Behandlungsmethoden und sprechen offen mit ihnen und ihren Patienten. Die Botschaft des Films ist, dass es faszinierende menschliche Fähigkeiten gibt, die nur schwer erklärbar sind. Keine Wunder, kein Mysterium- und doch wirkt es.

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Land: Deutschland
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 102 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 23.02.2017
Regie: Andreas Geiger
Verleih: Camino

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