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Träume vom Fliegen
Träume vom Fliegen
© eksystent distribution filmverleih

Träume vom Fliegen (2016)

Girls Don't Fly

Dokumentation über eine Gruppe von Mädchen, die auf der einzigen Flugschule Ghanas ihren Traum vom Fliegen, wahrmachen wollen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eine Gruppe von Mädchen will ihren großen Traum wahrmachen: einer vorgezeichneten Zukunft als mittellose Hausfrauen entkommen. Sie besuchen die erste Flugschule Ghanas, um einen Beruf zu erlernen, der bis jetzt nur den Jungs vorbehalten war: Pilot. Unter ihnen befindet sich auch Lydia, die seit einem Insektenstich in der Kindheit, unter einer Fehlbildung der Hand leidet. Ihre Motivation und Wille aber, der Armut zu entkommen, haben darunter nicht gelitten. Dies beeindruckt nicht nur die anderen Mädchen sondern auch den strengen Ausbilder Jonathan, ein eisenharter Brite der alten Schule. Manch eines der Mädchen zweifelt im Laufe der harten Ausbildung daran, diese erfolgreich zu durchlaufen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit "Girls don’t fly" legt die Österreicherin Monika Grassl ihren Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg vor. Die 35-jährige, in Wien geborene Regisseurin durchlief bisher drei Studiengänge erfolgreich: in Wien studierte sie Publizistik, an der Fachhochschule St. Pölten Medienmanagement und Regie an der Filmakademie. Dort spezialisierte sie sich auf "Dokumentarfilm". "Girls don’t fly" gewann als beste Dokumentation das diesjährige Filmfestival "Max-Ophüls-Preis", eines der wichtigsten Festivals hierzulande für den jungen deutschen Film.

Auf eindringliche Weise prallen in dem beachtlichen Debüt der jungen Filmemacherin Grassl zwei Welten aufeinander: die Motivation und der unbedingte Drang der ehrgeizigen afrikanischen Mädchen, die bereit sind, für ihr großes Ziel – der Armut ihrer Heimat regelrecht davon zu fliegen – alles zu geben. Das Mädchen Lydia singt an einer Stelle des Films ein Lied, dessen Zeilen das Motto der bemerkenswerten jungen Frauen vorzugeben scheinen: "wenn du schon träumst, träume groß". Dieser unbedingte Wille trifft auf den Drill und die eiserne Härte eines westeuropäischen Ausbilders, der den Mädchen einiges abverlangt. Aus diesem Kontrast ergeben sich spannende, mitreißende Situationen und Momente.

Letztlich zeigt der Film aber auch, dass es für die zehn Mädchen um mehr geht, als "nur" einen Beruf zu lernen. Um viel mehr. Es geht darum, Selbstvertrauen und Stärke zu entwickeln, den Glauben an sich selbst und an die eigenen Fähigkeiten. Denn all dies brauchen sie – nicht nur im Rahmen der Ausbildung sondern auch darüber hinaus, im wahren Leben. Und dieses wahre Leben sieht für sie eigentlich nur eines vor: ein Dasein in Armut und ohne Bildung, als Hausfrau und Mutter. Die erste und einzige Flugschule des Landes bietet ihnen die Möglichkeit, einen anderen Weg einzuschlagen.

Dass dieser Wunsch der Mädchen nicht gerade auf Verständnis bei Gleichaltrigen oder ihren Familien stößt, erklärt sich von selbst. Die jungen Frauen erkämpfen sich dennoch förmlich das Recht darauf, Bildung zu erfahren und einen Beruf zu erlernen. Und das ist wohl die wichtigste Botschaft des Films: "Girls don’t fly" zeigt, dass man – selbst wenn für einen bereits der Weg in traditionellen Bahnen vorgezeichnet ist – oftmals immer noch selbst dafür sorgen kann, etwas aus sich und seinem Leben zu machen. Auch in einem afrikanischen Staat wie Ghana. Und auch wenn man am Ende vielleicht nicht Pilotin wird, so hat man doch viel über sich und seine Stärken gelernt.

Fazit: Entschlossene, beeindruckende Doku über ein spannendes, wenig bekanntes Thema, in der zwei Welten aufeinander prallen: afrikanische Entschlossenheit und Motivation sowie europäische Härte und harter Drill.




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Land: Österreich, Deutschland
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 24.11.2016
Regie: Monika Grassl
Verleih: eksystent distribution filmverleih

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