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Helle Nächte (2017)

Deutsches Drama, dass im Wettbewerb der Berlinale 2017 seine Premiere erlebte: Nach dem Tod seines Vaters reist Michael mit seinem entfremdeten Sohn Luis in die Einsamkeit des nördlichen Norwegens und erhofft sich dort einen Vater-Sohn-Neubeginn.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Der in Berlin lebende Bauingenieur Michael erhält die Nachricht vom Tod seines Vaters. Zusammen mit seinem Sohn Luis, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, reist er zum Begräbnis in die Einsamkeit des nördlichen Norwegens, wohin sich Michael's Vater vor langer Zeit zurückgezogen hatte. Nach dem Begräbnis verbringen Michael und Luis noch einige Tage in der Region. Ihre erste gemeinsame Reise, von der sich Michael erhofft, seinem Sohn näher zu kommen, gestaltet sich schwieriger als erwartet...

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Helle NächteHelle NächteHelle Nächte -  Thomas ArslanHelle NächteHelle NächteHelle Nächte


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

"Helle Nächte" spaltete auf der diesjährigen Berlinale die Kritiker. Der angelsächsische Raum fand Thomas Arslan's Drama schlicht langweilig, während die deutschen Rezensionen wesentlich wohlwollender ausfielen. Auf eines kann man sich mit Sicherheit einigen: Dieser spartanische, vor Ort in Norwegen und in Berlin gedrehte Streifen ist sicherlich kein Stimmungsaufheller.

Arslan dreht nicht semi-dokumentarisch, aber er enthält seiner Handlung alle dramatischen Wirren vor. Wenn in seinem Film ein Auto stehen bleibt, dann weil das Benzin zur Neige gegangen ist, nicht um einen Vorwand für eine Bärenattacke zu liefern. Es geht auf die höchst mögliche realistische Art und Weise um das Umeinanderkreisen eines Vaters und seines Sohnes. Realistisch heißt hier: Keine geschliffenen Dialoge, keine Handlungsvolten, sondern das Leben als lange, meist ruhige Fahrt, unterbrochen von Wortwechseln und Gefühlsausbrüchen, die sich der Zuschauer auch im wahren Leben ausmalen kann.

Nun liegt es im Auge des Betrachters, wie viel Faszination von diesem schnörkellosen Stück Kino für ihn ausgeht. Auf der einen Seite ist es nahezu erfrischend, auf der Leinwand keine explodierenden Planeten zu sehen, sondern das Innenleben seiner Protagonisten zu erahnen. Tristan Göbel überzeugt als teilweise rotziger Teen weniger, aber Georg Friedrich ist großartig, schafft genau die richtige Balance zwischen passiv-aggressiv und dem Bemühen, wie eine personifizierte ausgestreckte Hand wirken zu wollen. Auf der anderen Seite wird spätestens mit der vierminütigen ungeschnittenen Fahrt zum Schluss im Auto deutlich, wie dünn das Geschehen selbst für einen mit rund 80 Minuten nicht nachgerade langen Film ist. Viel zu zeigen hat der Streifen trotz der norwegischen Natur nicht; wie viel er zu erzählen hat, ist fraglich.

Fazit: Ein ungeschminktes, lebensnahes Drama ohne überraschende Handlung, mit trotz kurzer Laufzeit zu viel Leerlauf, aber einer hervorragenden Darstellung von Georg Friedrich.




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Land: Deutschland
Jahr: 2017
Genre: Drama
Länge: 86 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 10.08.2017
Regie: Thomas Arslan
Darsteller: Georg Friedrich als Michael, Tristan Göbel als Luis, Marie Leuenberger als Leyla
Verleih: Piffl Medien

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