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Have a nice day (2017)

Hao ji le

Gezeichnete Gangsterballade: chinesischer Animationsfilm über die Jagd nach einer Tasche voller Geld.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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In der großen südchinesischen Vorstadt ist Xiao Zhang ein kleines Licht. Doch diese Nacht soll seine werden. Um seiner Freundin Yanzi eine Schönheitsoperation bezahlen zu können, bedroht er Lhao Zao, den Handlanger des Gangsterbosses "Onkel" Liu, mit einem Messer und nimmt ihm eine Tasche mit einer Million Yuan ab. Liu, der gerade seinem alten Schulfreund, dem Maler Fang Yuanjun, zusetzt, hetzt Xiao den Auftragskiller "Bohnenstange" auf den Hals. Xiaos Raub und "Bohnenstanges" Aktionen bleiben nicht lange unbemerkt. Während Xiao im Bahnhofshotel und in einem nahe gelegenen Internetcafé auf seine Freundin wartet, heften sich weitere Glücksritter an seine Fersen.

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Einen schönen Tag nochHave a nice day - Onkel LiuHave a nice day - Xiao Zhang stiehlt die GeldtascheHave a nice day - BohnenstangeHave a nice day - Lidu und An'an auf der Suche nach...Geld


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Wer gewinnen will, braucht Hightech", sagt Wichtigtuer "Gelbauge". Zwei Wimpernschläge später erfasst ihn ein heranrasender Geländewagen. Während er seinen Gegnern mit der neuesten Technik den Garaus macht, hat ihn eine mehr als hundert Jahre alte, das Automobil, auf dem Gewissen. Liu Jians "Have a nice day" ist voll von diesen Gegensätzen, geprägt von lakonischem Humor.

Schon die Animationen sind eine Mischung aus Alt und Neu. Der ausgebildete Maler Jian hat fast den kompletten Film im Alleingang an seinem Tablet erschaffen. Handarbeit mit modernsten Mitteln. Die Auswirkungen dieser Anstrengung sind nicht zu übersehen. Die Figuren sind flach und statisch, ihre Bewegungen nie flüssig, was an günstig produzierten Zeichentrick fürs Fernsehen erinnert, "Have a nice day" aber einen eigentümlichen Look verleiht.

In gedeckten Pastelltönen und vier Kapiteln erzählt Jian, der auch das Drehbuch verfasste, von einer Gruppe Glücksritter aus der südchinesischen Vorstadt. Hier träumt jeder vom großen, vor allem aber vom schnellen Geld. Wie überall, wo der Turbokapitalismus regiert, klafft die Schere auseinander. Die Kritik an einem ungesunden System, das auf Kosten von Mensch und Natur geht, ist weitaus subtiler als das Zitat Leo Tolstois, das der Regisseur seiner Geschichte vorangestellt hat.

Ein episodischer Krimi über junge Möchtegernganoven, eingerostete Auftragskiller, die bei der Arbeit lässig Softdrinks durch den Strohhalm schlürfen, und desillusionierte Bosse, die sich über Zitate ihrer Kollegen aus der Tech-Branche streiten, allesamt auf der Jagd nach einer Tasche voller Geld – das hat "Have a nice day" zwangsläufig Vergleiche mit Quentin Tarantino (und dessen "Pulp Fiction", 1994) eingebracht. Und doch gelingt Liu Jian ein ganz eigenständiges Werk, das in einem furiosen Finale gipfelt. "Have a nice day" ist eine dichte, düster funkelnde, mal absurd komische, mal melancholische Gangstergroteske.

Fazit: Liu Jians "Have a nice day" ist eine düster funkelnde, mal absurd komische, mal melancholische Gangstergroteske. Wer auf Animationsfilme abseits des Mainstreams der großen Studios steht, ist hier genau richtig.




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Land: China
Jahr: 2017
Genre: Animation
Kinostart: 07.02.2019
Regie: Jian Liu
Darsteller: Changlong Zhu, Kai Cao, Jian Liu
Verleih: Grandfilm

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