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Tatlim Tatlim: Haybeden Gerceküstü Ask
Tatlim Tatlim: Haybeden Gerceküstü Ask
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Tatlim Tatlim: Haybeden Gerceküstü Ask (2017)

Liebeskomödie: Auf einer Party bilden sich vier Paare, die anschließend die Höhen und Tiefen einer Beziehung durchleben.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Auf einer Party kommt es zur Entstehung von vier Liebespaaren. Fortan erleben und erleiden die Paare die üblichen Phasen einer Beziehung, vom ersten Date über das gemeinsame Wohnen bis hin zur Ehe und zur großen Krise, die bewältigt werden muss. Probleme verursachen etwa die vergangenen Beziehungen. Bei einem Paar (Çağlar Çorumlu und Şebnem Bozoklu) führt die erwartete Begegnung mit zwei Ex-Liebschaften während einer Barbecue-Party sowie die verfängliche, abendliche Kurznachricht einer ehemaligen Affäre zum Streit; bei einem anderen Paar (Serkan Keskin und Büşra Pekin) stellt die Ex-Gattin des Mannes einen Konfliktherd dar. Bei dem dritten Paar (Bülent Emrah Parlak und Aylin Kontente) weicht wiederum die Unbeschwertheit des Anfangs zunehmend einer gewissen Frustration, während das vierte Paar (Fatih Artman und Gupse Özay) nach übereiltem Hochzeitsentschluss in immer heftigere Auseinandersetzungen gerät. Als alle vier Beziehungen vor dem Aus stehen und jeweils eine Person auszieht, müssen die Paare sich entscheiden, ob sie noch eine gemeinsame Zukunft sehen.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Der komödienerfahrene Yılmaz Erdoğan, der sowohl als Darsteller als auch als Drehbuchautor und Regisseur bekannt ist (in allen drei Funktionen zum Beispiel bei "Organize İşler – Krumme Dinger am Bosporus"), legt mit "Tatlım Tatlım – Haybeden Gerceküstü Ask" eine episodisch erzählte Romantic Comedy über vier Paare vor. Als Zuschauer_innen begleiten wir die acht Beteiligten, die stets "Tatlım" (zu Deutsch etwa "Schatzi") genannt werden, durch diverse Standardsituationen des Liebesfilms, von der ersten Begegnung über das Kennenlernen bis hin zu kleineren sowie größeren Irritationen und dem möglichen Aus der Beziehung. Viele Szenen ereignen sich in Innenräumen, später vor allem im Häuslichen, weshalb das Werk visuell recht schlicht bleibt. Telefonate im Split-Screen-Verfahren lassen indes an Klassiker wie "Bettgeflüster" (1959) denken. Wenn es gegen Ende in sämtlichen Handlungssträngen zum Zerwürfnis zu kommen droht, werden die vier Geschichten clever ineinander montiert.

In erster Linie lebt "Tatlım Tatlım" von den amüsanten Dialogen und dem spielfreudigen Ensemble. Çağlar Çorumlu, der sein Talent fürs Tragikomische in "Prensesin Uykusu – Schlaf der Prinzessin" bewies, und Şebnem Bozoklu, die ein deutlicher Lichtblick in der Posse "Niyazi Gül Dört Nala" war, interpretieren die Eifersuchtsmomente sowie die Diskussionen über schamlose Kurznachrichten oder enervierende Familienmitglieder mit Energie; und auch Bülent Emrah Parlak und Aylin Kontente bereiten Vergnügen, wenn sie sich in einer Der-Morgen-danach-Passage gegenseitig die Bälle zuspielen oder die Hochzeitsreise des Paares nach Paris verbal Revue passieren lassen.

Noch stärker sind hingegen die anderen beiden Episoden. Serkan Keskin ("Limonata") und Büşra Pekin sind wunderbar, insbesondere beim ersten (Seeufer-)Restaurant-Date ihrer Figuren, welches nach reichlich Alkohol im Wasser endet, oder bei einem Streit, der wegen des heiklen Themas "Haare" entbrennt. Pekin nutzt in solchen Szenen perfekt ihren Theaterhintergrund sowie ihre Sketch-Erfahrung aus der Fernsehshow "Çok Güzel Hareketler Bunlar", die Yılmaz Erdoğan entwickelt hat (und in der auch Bülent Emrah Parlak zu sehen war). Zu den schönsten Momenten zählt indessen die Kino-Verabredung und das anschließende Gespräch in verschneiter Nacht zwischen den Figuren von Fatih Artman (bekannt aus der Krimiserie "Behzat Ç. Bir Ankara Polisiyesi") und der Comedy-erprobten Gupse Özay, die sich in Filmen wie "Deliha" oder "Görümce – Die Schwägerin" bisher eher schrill zeigte. Der nicht ganz freiwillige Heiratsantrag, der an späterer Stelle folgt, wird ebenfalls gelungen dargeboten.

Fazit: Eine inszenatorisch unauffällige Episoden-RomCom mit witzigen Wort-Duellen und einem gut aufgelegten Schauspiel-Oktett.





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Land: Türkei
Jahr: 2017
Genre: Drama, Komödie
Kinostart: 23.03.2017
Regie: Yilmaz Erdogan
Darsteller: Fatih Artman, Sebnem Bozoklu, Ozay Gupse
Verleih: AF Media

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