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Can I Be Me (2016)

WHITNEY - Can I Be Me

Dokumentarfilm über die 2012 verstorbene Sängerin Whitney HoustonKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Whitney Houston bescherte ihrem Publikum unvergessliche musikalische Höhenflüge. Für immer wird ihr Name mit Hits wie "I Will Always Love You" oder "Greatest Love of All" verbunden sein. Die Afroamerikanerin, die als eine der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten gilt, erlag 2012 im Alter von 48 Jahren ihrer Drogensucht. Die Cousine von Dionne Warwick wuchs in einem Schwarzenviertel in Newark, New Jersey auf. Ihre Mutter Cissy Houston leitete den Gospelchor der Baptistenkirche, in dem Whitney schon als Mädchen sang. 1979 freundete sich Whitney mit Robyn Crawford an, die 20 Jahre lang an ihrer Seite blieb und sie auf ihre Tourneen begleitete. Dennoch heiratete Whitney 1992 den R'n'B-Sänger Bobby Brown, dem das Image eines Bad Boy anhaftete.

Die Plattenfirma baute Whitney von Anfang an als Popsängerin auf, mit Liedern, die auf den Geschmack eines weißen Publikums abzielten. Sie war der Star der Grammy-Awards von 1986, aber 1989 wurde sie bei den Soul-Train-Awards ausgebuht, weil ihre Musik dem afroamerikanischen Publikum zu poppig war. Ihr kometenhafter Aufstieg setzte sich jedoch fort, ihre Hauptrolle an der Seite Kevin Costners in "Bodyguard" machte sie 1992 weltweit zum Star. Auf der Tournee von 1999 ließ sich Whitneys Drogenproblem nur noch mühsam verbergen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

In den 1990er Jahren lag der afroamerikanischen Pop- und Soulsängerin Whitney Houston die Welt zu Füßen. Zehn Jahre später haftete ihrem Ruhm eine tragische Färbung an. Auf der Welttournee 2009 erntete sie teilweise Spott für ihre von langjährigem Drogen- und Alkoholmissbrauch beeinträchtigte Stimme. 2012 erlag die Sängerin mit 48 Jahren ihrer Drogensucht. Der Dokumentarfilm von Nick Broomfield und Rudi Dolezal forscht nach, wer diese Ausnahmekünstlerin, deren Stimme oft als göttlich gepriesen wurde, als Mensch war, was sie bewegte und belastete. Die zentrale These der Filmemacher lautet, dass Whitney Houston nie einfach nur sie selbst sein durfte.

Im Zentrum des Films, in dem viele Weggefährten zu Wort kommen, steht die Tournee von 1999. Damals wurden bislang unveröffentlichte Aufnahmen gedreht. Die Strapazen der Tour, die Zwistigkeiten zwischen Robyn Crawford und Bobby Brown kommen zur Sprache. Wer war nun schuld an Whitneys Drogensucht, ihr Mann, ihr Erfolg, ihre Familie, die finanziell von ihr abhängig war? Alle Vermutungen zielen letztlich ins Leere, denn es wird auch gesagt, dass Whitney schon in jungen Jahren Drogen nahm. Die Frage, was Whitney wirklich bewegte, muss offenbleiben, denn sie selbst beantwortete beispielsweise Gerüchte über lesbische oder bisexuelle Neigungen nicht. Vielleicht, so legt es dieses filmische Material mit den vielen allzu knappen Statements nahe, konnte Whitney nicht zu einer gefestigten Persönlichkeit reifen. Eine gespenstische Szene zeigt, wie sie 1999 ihre kleine Tochter Bobby Kristina auf die Konzertbühne holt und hinter ihr zu stampfenden Rhythmen wild zu hüpfen beginnt. Die Tochter sollte später ebenfalls drogensüchtig werden und ihre Mutter nur um drei Jahre überleben.

Vielleicht war Whitney auf den Stress eines Lebens im Rampenlicht nicht genügend vorbereitet. Es gibt wunderbare Ausschnitte aus Konzerten, in denen das Ausnahmetalent dieser Künstlerin wieder zum Leben erwacht, aber sie verglühen im Gesamtfilm allzu rasch, wie Sternschnuppen. Denn die Grundatmosphäre ist traurig, immer vom Niedergang überschattet. So schmerzt es letztlich auch, dass dieser von Whitneys Erben nicht autorisierte Film so wenig Ähnlichkeit mit einer künstlerischen Hommage besitzt. Er achtet mehr auf die dunkle Seite der Biografie und verläuft sich dort quasi.

Fazit: Der Dokumentarfilm über Whitney Houston rekapituliert den kometenhaften Aufstieg der amerikanischen Sängerin und ihren tragischen Absturz. Im Zentrum steht die Frage nach den Ursachen ihrer Drogensucht, der sie im Alter von 48 Jahren erlag. Doch anstatt einer Antwort bekommt das Publikum ein Kaleidoskop möglicher Gründe aufgezeigt, die mehr Spekulation als Gewissheit bleiben müssen bei einer Künstlerin, die ihre privaten Ansichten nie an die große Glocke hängte. Weil ihm die Persönlichkeit der Sängerin so viele Rätsel aufgibt, hinterlässt der Film einen zwiespältigen Eindruck.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA, Großbritannien
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation, Musik
Länge: 105 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 08.06.2017
Regie: Nick Broomfield, Rudi Dolezal
Darsteller: Whitney Houston, Nick Broomfield
Verleih: Arsenal

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