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The Promise - Die Erinnerung bleibt
The Promise - Die Erinnerung bleibt
© Capelight Pictures

The Promise - Die Erinnerung bleibt (2017)

The Promise

Liebesdrama und Historienepos, das vom Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs erzählt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der armenische Apotheker Michael Boghosian (Oscar Isaac) kommt 1914 aus seiner dörflichen Heimat Siroun nach Konstantinopel, um Medizin zu studieren. Im Haus seines Onkels lernt er die junge armenische Künstlerin Ana (Charlotte Le Bon) kennen. Die beiden verlieben sich, aber Ana weiß nicht, dass Michael schon mit einer anderen Frau verlobt ist. Ana ist mit dem amerikanischen Fotojournalisten Chris Myers (Christian Bale) zusammen, der eifersüchtig registriert, wie sehr sie Michael mag.

Da bricht der Erste Weltkrieg aus und die türkischen Behörden beginnen mit der Diskriminierung der armenischen Bevölkerung. Bald folgen Deportationen und Massaker, von denen die Weltöffentlichkeit nichts erfahren soll. Michael wird zusammen mit anderen Gefangenen zum Bau einer Eisenbahnlinie gezwungen, aber es gelingt ihm die Flucht zu seiner Familie nach Siroun. Verzweifelt bittet er Ana, sich mit seiner Frau und Angehörigen dem Flüchtlingstreck für Waisenkinder anschließen zu dürfen, den sie und Chris begleiten.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Bis heute weigert sich die Türkei, den Völkermord an den Armeniern, dem während des Ersten Weltkriegs circa 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen, anzuerkennen. Der systematisch in Form von Deportationen in die Wüste, Todesmärschen und Massakern betriebene Genozid spielte sich weitgehend unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit ab und wurde auch filmisch nur selten thematisiert. Der deutsche Regisseur Fatih Akin erinnerte 2014 mit "The Cut" an diese historische Katastrophe und nun taucht sein britischer Kollege Terry George ("Hotel Ruanda") mit epischem Atem noch tiefer in die Epoche ein. Mit großem Aufwand und sorgfältig inszeniert, würdigt das Drama diese chronisch missachtete geschichtliche Tragödie angemessen und hilft, sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Liebesgeschichte im Zentrum des Films dient nicht nur der Romantikzufuhr. Sie verleiht den Charakteren deutliche Konturen und verankert sie plausibel in der Gesellschaft jener Zeit. Michael ist kein Mensch, der sich über sein Versprechen an die Verlobte und die Wünsche seiner Mutter hinwegsetzt, nur weil er Ana liebt. Die gebildete, fröhliche Ana ist mit ihrem Freund Chris nicht mehr ganz glücklich, seit sie Michael kennt. Und der cholerische Chris selbst wird emotional hart auf die Probe gestellt. Aber diese Menschen verbindet zugleich auch eine Freundschaft, die durch die äußeren Ereignisse noch verstärkt wird. Als vierter Freund fungiert der türkische Medizinstudent Emre (Marwan Kenzari), der Michael vor dem Militärdienst bewahrt. Diese Freundschaft bringt ihn selbst in Gefahr, denn der neue, radikale türkische Nationalismus geht mit kollektivem Hass auf die Armenier im Lande einher.

Wie ein Epos alter Schule verfolgt der Film die Wege dieser Freunde, während sich die Diskriminierung und Verfolgung der Armenier zum Völkermord auswächst. Ausführlich werden Deportationen und Massaker thematisiert. Unermüdlich engagiert sich der Amerikaner Chris dafür, die Weltöffentlichkeit mit Informationen über diese Gräuel zu versorgen, damit sich andere Länder wie die USA einschalten. Mit seinen vielen Schauplätzen, aufwändigen Kulissen, Requisiten und Kostümen ist Terry George nicht zuletzt ein opulenter Ausstattungsfilm gelungen. Es gelingt ihm sehr anschaulich, die historische Katastrophe am Beispiel von Individuen zu konkretisieren, die authentisch wirken und mit denen man mitfiebern kann.

Fazit: Regisseur Terry George erzählt in diesem aufwändig und sorgfältig gestalteten Geschichtsepos vom Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs. Die Handlung folgt den jungen Hauptfiguren, die ein Liebesdreieck verbindet, aus dem trügerischen Frieden vor Ausbruch des Krieges in ihre abenteuerlichen und verzweifelten Versuche, andere und sich selbst vor dem Tod zu retten. Die gelungene Charakterzeichnung trägt dazu bei, die Epoche wieder lebendig werden zu lassen und verleiht dem engagierten Film emotionale Glaubwürdigkeit.




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Land: USA
Jahr: 2017
Genre: Drama, Historie
Länge: 134 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 17.08.2017
Regie: Terry George
Darsteller: Oscar Isaac als Mikael Boghosian, Charlotte Lebon als Ana Khesarian, Christian Bale als Chris Myers
Verleih: Capelight Pictures

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