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Good Time
Good Time
© temperclayfilm production & distribution GbR

Kritik: Good Time (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Das Image des gutaussehenden Teenieschwarms lässt Robert Pattinson mit seiner Rolle in Ben und Josh Safdies "Good Time" wohl ein für alle Mal hinter sich. Als magerer Bankräuber Connie beweist der ehemalige Twilight-Star seine Wandlungsfähigkeit und besticht mit der bislang wohl beeindruckendsten Leistung seiner Karriere. Einerseits gibt Pattinson hier den rücksichtslosen Verbrecher, andererseits ist dieser Connie auch ein sich sorgender großer Bruder, der Fehler begeht, weil er es einfach nicht besser weiß.

Auch der Film selber oszilliert zwischen zwei Polen, einem knallharten Thriller auf der einen und einem bewegenden Sozialdrama auf der anderen Seite. Dieser Spagat erscheint mitunter zwar als sehr gewagt und gelingt den Safdie-Brüdern nicht immer: Figuren und Milieubeschreibungen bleiben oftmals zu klischeehaft, manches Mal verliert sich "Good Time" zudem in rauschhafter Brutalität.

Dennoch fasziniert dieses eigenwillige Krimi-Drama. Die Bilder von Kameramann Sean Price Williams kippen zunehmend ins Surreale, während der grandiose Soundtrack von Oneohtrix Point Never mit kühlen Synthesizerklängen eine dichte Atmosphäre erschafft. Trotz einiger Schwächen und dramaturgischer Längen kann man so mitfiebern und sich von diesem filmischen Trip mitreißen lassen.

Fazit: Die Brüder Safdie wagen mit "Good Time" den Spagat zwischen knallhartem Thriller und bewegendem Sozialdrama. Dabei verliert sich der Film mitunter zwar in Klischees und rauschhafter Brutalität, aber dennoch fasziniert die Geschichte dank guter Darsteller, surrealer Bilder und einem grandiosen Soundtrack.





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