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Heartbeats
Heartbeats
© Central Film © Capelight Pictures

Kritik: Heartbeats (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Heartbeats" ist der dritte abendfüllende Spielfilm des Tanzfilm-Experten Duane Adler. Adler verfasste u.a. die Drehbücher für die "Step Up"-Filme. Daneben schrieb er u.a. die Skripts für Werke wie "Save the Last Dance" (2001) oder auch "Make it happen" (2008). Seit Beginn des neuen Jahrtausends gilt er damit als absoluter Experte für die (zielgruppengerechte) Verbindung von romantischen Inhalten mit spektakulären Tanz-Einlagen. Noch nicht ganz so bekannt und erfolgreich im Film-Geschäft, ist Hauptdarstellerin Krystal Ellsworth. Dies könnte sich mit "Heartbeats" aber ändern. Eine kleinere Nebenrolle hatte sie als Tänzerin zuvor u.a. in dem Superhelden-Blockbuster "Iron Man 2".

Gleich vorweg: allzu viel Neues hat die Dance-Schmonzette "Heartbeats" dem Genre des (romantischen) Tanzfilms in Sachen Dramaturgie, Plot und hinsichtlich der Genre-typischen Wendungen und Ereignisse, nicht hinzuzufügen. Hier wandelt der Film auf altbewährten Pfaden, heißt: es gibt die obligatorischen Verwerfungen zwischen der Hauptfigur und ihren Eltern, hitzige Tanz-Battles, tragische Schicksale in der Vergangenheit (hier: der Tod des Bruders) und selbstverständlich auch die Liebesgeschichte.

Interessant und spannend ist aber der Clash der Kulturen, und zwar in zweierlei Hinsicht: einmal bezogen auf die unterschiedliche Herkunft und Sozialisation der beiden Hauptfiguren. Und dann natürlich hinsichtlich der tänzerischen Elemente im Film. Regisseur Lange vermengt in "Heartbeats" nämlich klassische, geschichtsträchtige indische Stile mit modernen Hip-Hop-Styles, was in den entsprechenden Szenen – und gerade im hitzigen, toll gefilmten Finale – spektakulär und überschwänglich zusammengeführt wird.

Frei von Kitsch und Schmalz ist der Film aber dennoch bei Weitem nicht. Das zeigt sich u.a. im Rahmen einer doch arg romantisierenden Szene auf einem Schiff inklusive eines bombastischen Sonnenuntergangs im Hintergrund. Und auch Möwen dürfen in Zeitlupe ganz stilecht über die Leinwand schweben. Aber es ist nun einmal genau das, was die Zielgruppe von Filmen wie "Heartbeats" erwartet. Und von Lange eben auch ausführlichst serviert bekommt: Gefühlspathos, Passion, Stimmungen – und freilich ausgefeilte, wunderbar anzusehende Choreographien.

Zuletzt bilden auch die beiden Hauptdarsteller ein sich durchweg gut ergänzendes Duo, das die Lust und Leidenschaft fürs Tanzen teilt. Auch abseits der Tanzfläche wirkt ihr Umgang so gut wie nie gekünstelt und unecht. Die Harmonie stimmt.

Fazit: Zwar fügt "Heartbeats" dem Genre des romantischen Tanzfilms in Sachen Story und Dramaturgie wenig Neues hinzu. Der spannende Clash der Kulturen und die gut harmonierenden Hauptdarsteller, machen den Film dennoch sehenswert.





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