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Voll verschleiert!
Voll verschleiert!
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Voll verschleiert! (2017)

Cherchez la Femme!

Französische Komödie: Um seine arabische Freundin treffen zu können, versteckt sich ein Student unter einem Schleier.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Der Politikstudent Armand ist das Kind iranischer Exilanten und fühlt sich doch ganz als Franzose. Religion spielt in seinem Leben kaum eine Rolle, ebenso wenig für seine Kommilitonin und Freundin Leila, die aus einer liberalen arabischen Familie stammt. Das junge Paar genießt die Vorzüge einer laizistischen Gesellschaft und plant eine gemeinsame Zukunft – auch wenn Armand bisher zögert, seine Geliebte den Eltern vorzustellen. Als eines Tages jedoch Leilas Bruder Mahmoud aus einem längeren Aufenthalt im Jemen zurückkehrt, steht das Glück der Verliebten vor einer großen Herausforderung: Mahmoud hat sich im Ausland radikalisiert und will nun über das Leben seiner Schwester bestimmen. Er schneidet die junge Frau von der Außenwelt ab und verbietet ihr den Kontakt mit Armand. Der wiederum will sich durch nichts davon abhalten lassen, seine Freundin weiterhin zu sehen und schlüpft kurzerhand unter einen Tschador. Aus Armand wird so Schéhérazade, eine strenggläubige Muslima, die bei Leila Nachhilfeunterricht nimmt. Nach anfänglicher Skepsis zeigt sich Mahmoud von der ungewöhnlichen Frau begeistert und verliebt sich sogar in sie.

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Voll verschleiert!Voll verschleiert!Voll verschleiert! - Armand (Félix Moati)Voll verschleiert! - Armand (Félix Moati) mit seinen...vic).Voll verschleiert! - Beim Showdown am Flughafen...mnis.Voll verschleiert! - abrice/Farid (Oscar Copp),...nung.


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Das Spielfilmdebüt der Regisseurin und Drehbuchautorin Sou Abadi beginnt dramatisch: Ein arabischer Mann kehrt radikalisiert aus dem Jemen nach Paris zurück und will mit aller Macht das Leben seiner Geschwister bestimmen. Die Schwester sperrt er ein, den jüngeren Bruder will er in den Jemen schicken. Bereits in den ersten Szenen von "Voll verschleiert" werden dabei eine ganze Menge Konflikte thematisiert: Islamismus, Klassenunterschiede, Gleichberechtigung – doch überraschend schnell lässt Abadi diese heißen Eisen fallen und inszeniert stattdessen eine harmlose Rollentauschkomödie nach Schema F.

Dank einiger gelungener Pointen, flottem Slapstick und einem gut aufgelegten Félix Moati in der Hauptrolle hat der Film durchaus seinen Charme. Angenehm ist auch, dass Abadi hier nicht einfach das bürgerlich-liberale Frankreich und muslimischen Extremismus aufeinanderprallen lässt, sondern ihre Milieus zwar überspitzt, aber zugleich facettenreich schildert.

Bei allem Spaß, den man mit "Voll verschleiert" haben kann, macht sich dennoch der Eindruck breit, dass hier viel Potenzial verschenkt wurde. Die Konflikte bleiben oberflächlich, das Tempo könnte manches Mal turbulenter sein und vor allem die Figurenzeichnung schwächelt deutlich. Viele der zahlreichen Nebenfiguren bleiben austauschbar, es ist aber insbesondere die Entwicklung des radikalisierten Mahmoud, die unglaubwürdig wirkt: Die Gefahr, die anfangs von dem von William Lebghil verkörperten Extremisten ausgeht, verpufft plötzlich und mit ihr auch ein Großteil der Spannung. Mahmoud wird schnell zu einer lächerlichen Karikatur, deren Läuterung ebenfalls völlig unmotiviert erscheint.

Fazit: Sou Abadis Spielfilmdebüt verfügt zwar über Charme und einige gelungene Pointen, enttäuscht aber im Großen und Ganzen. "Voll verschleiert" bietet lediglich harmlosen Slapstick und schwächelt insbesondere bei Tempo und Figurenzeichung.




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Land: Frankreich
Jahr: 2017
Genre: Komödie
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 28.12.2017
Regie: Sou Abadi
Darsteller: Félix Moati als Armand, Camélia Jordana als Leila, William Lebghil als Mahmoud
Verleih: NFP marketing & distribution, Filmwelt

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