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Happiness (2016)

Psychothriller: Ein mysteriöser Mann erfindet einen Helm, der glückliche Erinnerungen weckt, und bringt damit Unruhe in eine verschlafene japanische Gemeinde.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.0 / 5

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Lethargie bestimmt das Leben in einer namenlosen Kleinstadt in Japan. Das ändert sich jedoch schlagartig als ein Unbekannter den Ort mit seiner sonderbaren Erfindung betritt: Der Mann namens Kanzaki besitzt einen Helm, der dem Träger noch einmal seinen glücklichsten Moment erfahren lässt. Die Einwohner der Stadt sind nach anfänglicher Skepsis schnell begeistert und beginnen ihr Leben zu verändern. Dabei merken sie nicht, dass Kanzaki eigentlich ganz andere Ziele hat, als anderen Menschen zu helfen. Am Rande der Stadt sucht er einen Jugendlichen auf, dessen Schicksal eng mit dem von Kanzaki und dessen tragischer Vergangenheit verknüpft ist.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Wer bereits einen Film von Sabu (bürgerlich: Hiroyuki Tanaka) gesehen hat, der wird auch in "Happiness" rasch die Handschrift des japanischen Regisseurs wiedererkennen. Wie zum Beispiel schon in dem herausragenden "Blessing Bell" (2002) greift Sabu erneut auf ein alltägliches, lakonisch geschildertes Setting zurück, das bei genauerem Hinsehen voller Absurditäten und Abgründe steckt. Besonders die erste Hälfte des Films ist dabei von einer faszinierenden Rätselhaftigkeit geprägt, die viele Fragen aufwirft und sich der klaren Zuordnung zu einem Genre strikt verweigert.

Mit sanftem Humor und leisem Horror führt Sabu in den Kleinstadt-Kosmos von "Happiness" ein und lässt sich dabei anfangs ebenso wenig wie der ruhige Protagonist Kanzaki (stark: Masatoshi Nagase) in die Karten schauen. Erst nach und nach wird deutlich, was die Hauptfigur bewegt, und auch "Happiness" wird eindeutiger. Dabei verliert das Thrillerdrama leider schnell an Reiz und quält zudem durch seine langsame Erzählweise – diese mag funktionieren, so lange die Zuschauer im Ungewissen bleiben, sobald das große Geheimnis gelüftet ist, sorgt sie allerdings für einige zähe Minuten.

So erscheint "Happiness" am Ende wie ein "Saw" (2004) fürs Arthouse-Publikum: Die blutigen Szenen dürften stärker im Gedächtnis bleiben als der Versuch, der menschlichen Seele auf die Schliche zu kommen. So interessant die Prämisse und so besonders der Ton von Sabus Film nämlich auch sein mögen, es bleibt es doch bloß bei Klischees und Oberflächlichkeiten.

Fazit: Sabus Film fasziniert zunächst durch seine Rätselhaftigkeit, die sich einer klaren Genrezuordnung verweigert. Mit zunehmender Laufzeit entpuppt sich "Happiness" allerdings als klischeehaftes Thrillerdrama, dessen interessante Prämisse und besonderer Ton nicht immer über die zähe Erzählweise hinwegtrösten können.




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Land: Japan, Deutschland
Jahr: 2016
Genre: Drama, Psychothriller
Länge: 91 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 30.11.2017
Regie: Hiroyuki Tanaka
Darsteller: Masatoshi Nagase, Orakio, Hiroki Suzuki
Verleih: Rapid Eye Movies

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