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Bamse - Der liebste und stärkste Bär der Welt
Bamse - Der liebste und stärkste Bär der Welt
© MFA Film

Kritik: Bamse - Der liebste und stärkste Bär der Welt (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der Animationsfilm von Regisseur Christian Ryltenius widmet sich einer in Schweden seit rund fünf Jahrzehnten bei Kindern beliebten Comicfigur. Der Bär Bamse und seine Freunde traten zunächst als Zeichentrickfiguren im Fernsehen auf, dann bekamen sie einen eigenen Comicstrip in einer Wochenzeitung, ein Heft und sogar einen Freizeitpark. Das Animationsabenteuer im Zeichentrickstil mit farbenfroh ausgemalten Hintergründen taucht in eine heile Welt ein, die in Aufruhr gerät. Denn der machthungrige Fuchs will die funktionierende Gemeinschaft zerstören. Die spannende und auch lustig-fröhliche Geschichte empfiehlt sich für einen Kinobesuch mit Kindern im Kindergartenalter.

In die action- und abwechslungsreiche, aber keineswegs unruhige Handlung werden auch Konflikte verpackt, die vielen Kindern aus dem Alltag bekannt sein dürften. Der Wolf fühlt sich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, weil er nicht zu einem Geburtstagsfest eingeladen wurde. Dabei handelt es sich um einen Irrtum, aber die Kränkung ist nun einmal da. Die Botschaften, wie viel Freundlichkeit und der Glaube an das Gute im Menschen bewirken können, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen, werden geradlinig, aber maßvoll statt pädagogisch aufdringlich vertreten. Ein subversiv-verschmitzter, unbeschwerter Humor sorgt immer wieder für frischen Wind und bewahrt Bamses Welt vor falscher Harmonie. Da reicht es schon, wenn ein paar Tierfiguren eine naive Zwischenfrage stellen, um Lebendigkeit und Meinungsvielfalt herzustellen und einem Selbstdarsteller wie dem Fuchs in die Parade zu fahren.

Es macht großen Spaß, den verschiedenen, sehr originellen Charakteren dieses Ensembles zuzuschauen. Herr Schildkröte ist ein genialer Erfinder, er hat eine Art GPS-Navi gebastelt und führt stets einen Haufen hilfreicher Gegenstände mit sich, wenn er unterwegs ist. Oma Berta ist herzensgut, tüchtig und sagt dem Fuchs unerschrocken, dass er sich schämen soll. Im Wald hausen die merkwürdigen Trolle, die überlistet werden müssen. Bamse und sein Gefolge müssen Schluchten überwinden und brenzlige Situationen meistern. Das Ergebnis ist ein pfiffiger, hübscher Kinderfilm, der gute Laune macht und glaubhaft demonstriert, dass es das Leben schöner macht, wenn man sich vorurteilsfrei begegnet und füreinander einsteht.

Fazit: Der liebevoll gestaltete Animationsfilm für die jüngste Kinozielgruppe führt in die Welt des in Schweden beliebten Bären Bamse und seiner Freunde ein. Das Plädoyer für ein vorurteilsfreies Miteinander und eine Gemeinschaft, die jedem die Chance gibt, sich zu integrieren, wird in eine fröhliche, abenteuerliche Geschichte mit Sinn für verschmitzten Humor und originelle Charaktere verpackt.




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