VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Die Dschungelhelden - Das große Kinoabenteuer
Die Dschungelhelden - Das große Kinoabenteuer
© Splendid Film © 24 Bilder

Kritik: Die Dschungelhelden - Das große Kinoabenteuer (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Bereits seit 2013 laufen die Abenteuer um den Pinguin Maurice und seine Freunde, erfolgreich im französischen TV. Von April 2014 bis Mai 2015 waren die 52 Episoden, auf die es die Serie bislang bringt, auch hierzulande auf Super RTL zu sehen. Der erste Kinofilm für die "Dschungelhelden" wurde vom Franzosen David Alaux inszeniert, der schon bei der Entwicklung der TV-Serie mitwirkte und den Fernsehfilm "Die Dschungelhelden – Operation: Südpol" realisierte. Die TV-Serie wurde vor zwei Jahren mit dem "International Emmy Kids Award" in der Kategorie "Animation" prämiert.

Wer sich bereits an den TV-Episoden erfreuen konnte, der wird auch beim 90-minütigen Kinofilm auf seine Kosten kommen. Denn das Werk bietet all das, was schon die Fernseh-Dschungelhelden auszeichnete: reichlich Action- und (kindgerechte) Kampfszenen, viel Slapstick-Humor und spannende Abenteuer, die die Urwaldbewohner gemeinsam bewältigen müssen. Die größte zu bewältigende Herausforderung im Film: den Koala Igor und seine Bande an unterbelichteten Pavianen daran zu hindern, den Dschungel mit Hilfe von explodierenden Pilzen (!) zu zerstören.

Dabei gelingt es den Machern ausgesprochen gut, eine stimmige Balance aus Witz, Spannung und Action zu kreieren. Für etliche Lacher sorgen dann auch die begriffsstutzigen Paviane, die z.B. nicht in der Lage sind, rhetorische Fragen zu erkennen und den Plan ihres Anführers, den Urwald zu vernichten, ein ums andere mal hinterfragen. Ergänzt werden diese komödiantischen Einfälle durch viel Tempo und die schwungvollen, körperbetonten Einlagen aller Dschungelhelden – ob unter der Erde, in der Luft oder auf dem Boden im Nahkampf. Die Action-Sequenzen sind rasant inszeniert und sorgen für turbulente Abwechslung. Meist mittendrin: der getigerte Maurice, sympathische Hauptfigur und Anführer der Dschungelhelden, der die Kunst des Kung-Fu beherrscht, was so manch ein Tier im Film am eigenen Leib erfahren muss.

Wobei nicht unerwähnt bleiben darf: dieser Mix ist stets abgestimmt auf ein sehr junges Publikum. Handlung und Dramaturgie sind sehr simpel gestrickt ist und die Aufteilung in Gut und Böse erfolgt nach klaren Mustern. Tiefgründige, komplexe Figuren sucht man hier vergebens, auch deshalb könnte der Film die älteren Kinozuschauer etwas unterfordern. Verwirrung stiftet zudem die hohe Zahl an tierischen Darstellern. Denn zum Figurenkabinett der Dschungelhelden gesellt sich noch die Riege der früheren Urwald-Superhelden ("Die Asse"), quasi die Vorgänger der aktuellen Dschungelhelden (darunter ein Faultier, ein Nashorn und ein Stachelschwein). Die Konzentration auf weniger Charaktere wäre ratsamer gewesen, da man einigen ausgewählten Figuren so mehr Kontur und Tiefe hätte verleihen können.

Fazit: Sympathischer, liebevoll umgesetzter Animationsspaß für die Kleinsten mit einem ausgewogenem Mix aus Humor und Action. Die hohe Anzahl an Figuren stiftet jedoch Verwirrung und verhindert komplexe, vielschichtige Charaktere.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.