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Go Trabi go 2 - Das war der wilde Osten
Go Trabi go 2 - Das war der wilde Osten

Kritik: Go Trabi Go 2 - Das war der wilde Osten (1992)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach dem Erfolg von "Go Trabi Go" ließ die Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Statt Peter Timm saßen dieses Mal Kollege Wolfgang Büld ("Manta, Manta") und Reinhard Klooss, der das Drehbuch zum ersten Teil geschrieben hatte, auf dem Regiestuhl. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung kommt der Film noch einmal in die Kinos.

Aus dem Roadmovie wird eine Gesellschaftskomödie, in der Trabant "Schorsch" keine Hauptrolle mehr spielt, sondern zum Running Gag degradiert ist. Und auch die Wege der Familienmitglieder trennen sich, worunter die Geschlossenheit leidet. Unter den drei Handlungssträngen ächzt der erzählerische Motor merklich. Thematisch ist der Film hingegen, besonders in der Rückschau, geradezu visionär.

War "Go Trabi Go" eine nette Familienkomödie, die Klischees über Ost und West gegeneinander ausspielte, legt deren Fortsetzung bereits 1992 den Finger in die Wunde, die bei vielen bis heute nicht verheilt ist. Landflucht, Enteignung, die Abwicklung durch die Treuhand und Ostdeutsche, die von Westdeutschen abgezockt werden, kommen allesamt vor. Mit unerwartet gefundenem Mut, einer Portion Goethe und seinen Russischkenntnissen wendet Hauptfigur Udo (Wolfgang Stumph) jedoch das Blatt. Eine ostdeutsche Erfolgsstory mit jeder Menge Augenzwinkern.

Ohne Klischees kommt auch der zweite Teil nicht aus. Und erneut sind all die Gags recht harmlos. Ein zweiter Blick lohnt sich aber. Beinahe 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung erweist sich "Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten" um einige Autolängen besser als sein Ruf.

Fazit: Wie schon der erste Teil ist auch die Fortsetzung eine recht harmlose Angelegenheit. Gerade in der Rückschau wird diese Komödie jedoch interessant, legt sie doch bereits 1992 den Finger in eine bis heute offene Wunde.




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