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Für dich soll's ewig Rosen geben
Für dich soll's ewig Rosen geben
© Pro Fun Media

Kritik: Für dich soll's ewig Rosen geben (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit dem Familiendrama "Für dich soll's ewig Rosen geben" legt der 1957 geborene Italiener Cesare Furesi sein Langfilmdebüt vor. Das Drehbuch, das Furesi gemeinsam mit seinem Sohn Guido und Paola Mammini verfasste, erzählt von einer innigen Liebe zwischen zwei Männern sowie von einem Konflikt zwischen Vater und Tochter. Zuweilen verliert sich die Geschichte in Nebenschauplätzen; in vielen Momenten gelingt dem Werk jedoch eine intensive Auseinandersetzung mit Liebe, Schmerz und Vergebung.

Wenn Giulio seinem Lebenspartner Claudio verheimlicht, dass es in finanzieller Hinsicht schlecht um sie steht, erinnert dies an die Tragikomödie "Good Bye Lenin!" (2003), in welcher es ebenfalls darum ging, einer Person aus tiefer Zuneigung etwas vorzutäuschen. Als sich herausstellt, dass es sich bei den vermeintlich abgedeckten Möbeln lediglich um Pappkartons handelt, da Giulio beinahe sämtliches Inventar des Anwesens verkaufen musste, mischt sich Absurdität mit Tragik. Mit seinem Kameramann Giuseppe Pignone findet Furesi einnehmende Bilder, um Giulios Lage zu zeigen.

Carlo Delle Piane ("Ein Schulausflug", "Die Abschlussfeier") und Lando Buzzanca ("Verführung auf italienisch") können als Paar vollauf überzeugen. Die Art und Weise, wie sich Giulio um Claudio kümmert und wie die beiden neckisch miteinander umgehen, ist überaus rührend. Auch die Vater-Tochter-Szenen zwischen Giulio und Valeria werden von Delle Piane und Caterina Murino ("James Bond 007 – Casino Royale") eindringlich gespielt – insbesondere das Finale prägt sich ein.

Bei manchen Dingen bleibt das Skript zu sehr im Vagen – so erfährt man weder etwas über Valerias Mutter noch über den Vater von Valerias Sohn Marco. Überdies verfügt "Für dich soll's ewig Rosen geben" über ein paar Längen; wenn sich Giulio und sein Enkel Marco dem Pokern widmen, fehlt die nötige Spannung. Insgesamt entwickelt man beim Zuschauen aber ein Interesse an diesen Figuren – und ist im letzten, traurig-konsequenten Drittel ganz bei ihnen.

Fazit: Ein berührender Film über die Liebe sowie über die guten und schlechten Dinge, die man ihretwegen tut – wunderbar gespielt und bebildert, wenn auch nicht ganz frei von kleinen dramaturgischen Schwächen.




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