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Der Sex Pakt
Der Sex Pakt
© Universal Pictures International

Kritik: Der Sex Pakt (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Der Sex Pakt" ist eine Komödie, die ihr Publikum mit vielen derben und obszönen Gags konfrontiert – wie es in jüngster Zeit zum Beispiel auch schon das zotige Kino-Reboot der TV-Serie "Baywatch" getan hat. Der mit Schwung servierte Film-Cocktail aus Coming-of-Age-Motiven und Slapstick-Einlagen, die sich oft hart an der Geschmacksgrenze bewegen, unterscheidet sich jedoch in einem wesentlichen Punkt von betont frivolen Klamauk-Produktionen wie "Baywatch" oder deutschen Genre-Vertretern wie "Verrückt nach Fixi": Das Drehbuch des Brüder-Duos Brian und Jim Kehoe sowie die Inszenierung der Regie-Debütantin Kay Cannon - die bisher als Produzentin und Autorin aktiv war, etwa bei der "Pitch Perfect"-Reihe - nehmen ihre Figuren und deren Beziehungen zueinander ernst, verleihen ihnen sympathische Züge sowie eine gewisse Komplexität.

So sind die drei Highschool-Absolventinnen Julie, Kayla und Sam, die den titelgebenden Pakt schließen, zwar einerseits ganz typische Teenager – aber sie wirken letztlich doch deutlich reflektierter, als man dies aus dem neueren Adoleszenzkino gewohnt ist. Das Werk spielt gekonnt mit Klischees und vermittelt die Wichtigkeit von Selbstbestimmung, von Selbstverantwortung sowie von Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Gefühlen. Dabei entfernt sich der Film auch auf angenehme Weise von heteronormativen Vorstellungen; obendrein rückt er Freundschaft zwischen Gleichaltrigen sowie Vertrauen zwischen Eltern und Kindern ins Zentrum. Die Zeichnung der drei Erwachsenenfiguren – von Julies besorgter Mom, Kaylas sensiblem Dad und Sams gewollt cool-gelassenem Vater – ist einerseits ebenfalls stereotyp; andererseits gewinnt auch dieses Trio im Laufe der Handlung an Konturen.

Gewiss bleibt "Der Sex Pakt" eine filmische Alberei, in welcher etliche Witze unter die Gürtellinie zielen; das Werk besitzt allerdings den nötigen Charme, um den Chaos-Trip des jüngeren und älteren Personals zu einem Sehvergnügen zu machen. Dies ist auch der Schauspiel-Truppe um Leslie Mann ("Immer Ärger mit 40") und John Cena ("The Marine", "Dating Queen") zu verdanken, die durchweg mit sichtlicher Freude agiert.

Fazit: Eine drastisch-alberne Komödie, die durch ihre sympathischen Figuren und ihre positive Message fraglos besser als der Genre-Durchschnitt ist.




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