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Global Family (2017)

Dokumentarfilm: Eine aus Somalia stammende Familie lebt auf der ganzen Welt verteilt – und eine dauerhafte Wiedervereinigung scheint unmöglich.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Ali Ibrahim Shaash war einst in seiner Heimat in Somalia ein Fußball-Star und engagierte sich nach seiner aktiven Sportkarriere politisch. Kurz bevor der Bürgerkrieg ausbrach, konnte er mit seinen beiden Töchtern über Äthiopien und Libyen nach Deutschland fliehen, wo er seit 1990 lebt. Sein musikalisch begabter Bruder Aden wohnt in Italien, hat jedoch Schwierigkeiten, dort Arbeit zu finden.

Ibrahim reist mit seiner Tochter Yasmin und deren Kindern von Bonn nach Addis Abeba, wo Ibrahims zweiter Bruder Abdulahi mit der fast 90-jährigen Mutter Imra lebt. Imra möchte ihr Exil in Äthiopien verlassen, aber weder Ibrahim noch Aden haben die Möglichkeit, sie bei sich aufzunehmen; Imra erhält kein Einreisevisum. Soll sie zurück in das vom Krieg zerrüttete Somalia?

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Melanie Andernach und Andreas Köhler haben beide sowohl einen juristischen als auch einen kinematografischen Hintergrund. Sie war bisher vor allem als Produzentin aktiv, er als Kameramann. Mit dem dokumentarischen Werk "Global Family" liefern die beiden ihr Regie-Langfilmdebüt und schildern darin, so Andernach, den "Kampf, eine Familie zu bleiben, auch wenn Tausende Kilometer zwischen einem liegen."

Zum einen wird hier eine persönliche Geschichte erzählt, zum anderen werden jedoch universelle Themen behandelt – etwa die Frage, wer sich in welcher Form um die ältesten Familienmitglieder kümmern kann und was es überhaupt bedeutet, eine Familie zu sein. Die Familie Shaash, die im Zentrum steht, wurde durch den Bürgerkrieg in Somalia dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen; seither leben die Mitglieder über die ganze Welt verstreut – in Deutschland, Italien und Äthiopien.

Der Film widmet sich den unterschiedlichen Lebenssituationen in prägnanten Szenen und porträtiert insgesamt vier Generationen. Die Familienälteste Imra fühlt sich im äthiopischen Addis Abeba unwohl und zudem von ihrem Sohn Abdulahi schlecht betreut; Abdulahis Brüder Ibrahim und Aden wohnen in Bonn beziehungsweise Mailand, können allerdings nicht die nötigen finanziellen Sicherheiten bieten, um ihre Mutter nach Europa zu bringen. Ibrahims Tochter Yasmin hat sich indes mit ihren eigenen Kindern ein Leben in Deutschland aufbauen können. Die Reise nach Äthiopien zur (Ur-)Großmutter wird für Yasmin und die Kinder zu einer Herausforderung, die Andreas Köhler mit seiner Kamera gekonnt einfängt.

In vielen Momenten zeigt sich, dass das Duo Andernach und Köhler das erforderliche Vertrauen zu der Familie entwickeln konnte, wodurch eine intensive Beobachtung möglich wurde. "Dass sie dort leben und ich hier, ist unerträglich für mich", heißt es an einer Stelle in "Global Family". In solchen Passagen demonstriert der Film die Tiefe familiärer Bindungen.

Fazit: Ein einfühlsam gefilmtes Werk mit eindrücklichen Szenen zum Thema Familienzusammenführung beziehungsweise dem innigen Wunsch danach.




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Land: Deutschland
Jahr: 2017
Genre: Dokumentation
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 28.06.2018
Regie: Andreas Köhler, Yael Reuveny
Verleih: mindjazz pictures

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