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Dance Fight Love Die: With Mikis On the Road
Dance Fight Love Die: With Mikis On the Road
© dejavu filmverleih

Dance Fight Love Die - Unterwegs mit Mikis Theodorakis (2018)

Dance Fight Love Die: With Mikis On the Road

Dokumentarfilm: Asteris Kutulas hat den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis von 1987 bis 2017 mit der Videokamera begleitet.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Mikis Theodorakis wurde 1925 auf der griechischen Insel Chios geboren. Als Komponist hat er mehr als 1000 Werke geschaffen, darunter zahlreiche Sinfonien, Lieder und Filmmusiken. Neben seiner künstlerischen Arbeit wird Theodorakis in seinem Heimatland auch für sein langjähriges politisches Engagement hoch geachtet: Er war während der griechischen Diktatur im Untergrund tätig sowie viele Jahre in der Tagespolitik aktiv, um sich etwa für Kultur und Erziehung, aber auch für ein besseres Verhältnis zwischen Griechenland und der Türkei einzusetzen.

Asteris Kutulas arbeitet seit Anfang der 1980er Jahre mit Theodorakis zusammen; er hat unter anderem ein für die Theodorakis-Forschung maßgebliches Werkverzeichnis publiziert und etliche Konzerte des Komponisten realisiert. In einem Zeitraum von drei Jahrzehnten hat er Theodorakis mit seiner Videokamera bei diversen Auftritten sowie hinter den Kulissen eingefangen und aus dem insgesamt 600-stündigen Material einen 87-minütigen Film montiert.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Dance Fight Love Die: With Mikis On the Road" ist das Ergebnis einer 30-jährigen Zusammenarbeit: Asteris Kutulas beschäftigt sich seit dem Beginn der 1980er Jahre auf professioneller Ebene mit dem Œuvre des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis und fing 1987 damit an, diesen sowohl auf als auch abseits der Bühne zu filmen. Der Regisseur selbst nennt das Werk, das im Laufe von drei Dekaden entstand, eine "Verfolgungsjagd". Es ist kein klassisches dokumentarisches Porträt über das Leben und Wirken des Künstlers – vielmehr eine Clip-Collage, in welcher die 600 gesammelten Stunden Material zu einem assoziativ montierten Roadmovie werden.

Neben kurzen Passagen aus Konzerten und Auftritten an circa 100 Orten auf vier Kontinenten sowie Aufnahmen, die Einblick in Proben, Feste und private Momente geben, liefert Kutulas historische Bilder sowie gespielte Szenen zu den zeitlosen Opern-Themen Eros und Thanatos. Unterlegt sind diese visuellen Eindrücke der Welt von Theodorakis mit dessen Musik – zum einen im Original, zum anderen in jüngeren Interpretationen. Statt durch talking heads oder via voice-over auf den Einfluss des Komponisten hinzuweisen und damit (nicht zuletzt durch die Nähe von Kutulas zum Gegenstand seiner Betrachtung) Gefahr zu laufen, in Richtung eines Imagefilms zu rücken, bringt "Dance Fight Love Die" die Bedeutung von Theodorakis fast ohne gesprochene Worte, sondern auf gänzlich kinematografische Art und Weise zum Ausdruck.

Das Werk regt dazu an, mehr über den Werdegang von Theodorakis in Erfahrung zu bringen. Die Erlebnisse, die der inzwischen über 90-jährige Mann im Krieg, im Untergrund oder während seines vorübergehenden Exils in Frankreich gemacht hat, werden darin – ebenso wie Theodorakis' Verdienste in der Tagespolitik – in den Bildern mitgedacht, aber nicht explizit genannt. Wir sind hier mit dem engagierten Griechen unterwegs – und diese interkontinentale Tour ist oft auch überraschend witzig.

Fazit: Eine audiovisuelle Reise, die in assoziativer Form Bilder und Töne aus einer 30-jährigen Kollaboration findet, um sich dem Menschen und Künstler Mikis Theodorakis zu nähern.




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Land: Griechenland, Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Dokumentation
Länge: 87 Minuten
Kinostart: 10.05.2018
Regie: Asteris Kutulas
Darsteller: Mikis Theodorakis als Mikis Theodorakis, Sandra von Ruffin als Marina, Stathis Papadopoulos als Akar
Verleih: dejavu filmverleih

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