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Intrigo - In Liebe Agnes
Intrigo - In Liebe Agnes
© 20th Century Fox

Kritik: Intrigo - In Liebe Agnes (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Das Crime-Drama "Intrigo – Tod eines Autors", das im vergangenen Herbst in den deutschen Lichtspielhäusern gezeigt wurde, entstand auf Basis einer Erzählung des schwedischen Schriftstellers Håkan Nesser (Jahrgang 1950). Der Film war der Auftakt der "Intrigo"-Trilogie. "Intrigo – In Liebe, Agnes" ist nun der dritte Teil der Serie, welcher hierzulande zeitgleich mit dem zweiten Teil "Intrigo – Samaria" im Kino startet. Die Werke bauen indes nicht aufeinander auf und schildern jeweils eigenständige Plots; die einzige inhaltliche Überschneidung ist ein Bistro-Café mit dem titelgebenden Namen "Intrigo".

Verbindende Elemente sind wiederum die Themen Schuld und Sühne – sowie der Regisseur Daniel Alfredson ("Verdammnis", "Vergebung"), der bei der gesamten "Intrigo"-Reihe Regie geführt und zusammen mit Birgitta Bongenhielm die literarischen Vorlagen adaptiert hat. "Intrigo – In Liebe, Agnes" geht auf einen 160-seitigen Briefroman zurück, der 2006 – vier Jahre nach dem Erscheinen in Schweden – auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Der schriftliche Austausch zwischen zwei einstigen Freundinnen, die nach Jahren der Funkstille wieder in Kontakt treten, findet auf der Leinwand von Angesicht zu Angesicht statt: Die unglücklich verheiratete Henny will die kürzlich verwitwete Agnes dazu bringen, ihren Gatten im Austausch gegen eine hohe Geldsumme zu ermorden. Gespielt werden die zwei Frauen von Gemma Chan ("Crazy Rich", "Captain Marvel") und Carla Juri ("Feuchtgebiete", "Blade Runner 2049"). Gegen die wenig schlüssige Figurengestaltung, die unausgegorene Dramaturgie sowie die schwache Inszenierung können die beiden begabten Darstellerinnen jedoch kaum etwas ausrichten.

Die Motivation von Henny und Agnes, der in Rückblenden nachgegangen wird, vermag sich nicht recht zu erschließen; beide Figuren kommen uns nie wirklich nahe. Die Nebenrollen bleiben überdies gänzlich konturlos. Zwar leistet der Kameramann Paweł Edelman eine gute Arbeit; aber auch die Schönheit der Umgebung macht "Intrigo – In Liebe, Agnes" zu keinem reizvollen Film.

Fazit: Zwei talentierte Schauspielerinnen in einem unstimmig geschriebenen und weitgehend spannungslos in Szene gesetzten Krimidrama.




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